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Flamecraft (Demo) – Genau so habe ich mir die digitale Umsetzung gewünscht

4.5 Stern
Roman Vogdt

Von Roman VogdtAutor

Flamecraft (Demo) – Genau so habe ich mir die digitale Umsetzung gewünscht

Es gibt Brettspiele, die landen nach einer Partie wieder im Regal. Und dann gibt es Flamecraft. Das liebevoll gestaltete Worker-Placement-Spiel rund um kleine Handwerkerdrachen gehört für mich ganz klar zur zweiten Kategorie. Die wunderschönen Illustrationen, die entspannte Atmosphäre und das zugängliche, gleichzeitig aber überraschend clevere Spielprinzip sorgen dafür, dass Flamecraft bei uns regelmäßig auf den Tisch kommt.

Entsprechend neugierig war ich, als die Demo der Videospiel-Umsetzung veröffentlicht wurde. Nach den ersten Partien kann ich sagen: Meine größte Sorge hat sich nicht bestätigt. Statt das Brettspiel unnötig zu verändern, gelingt es Monster Couch, dessen Charme nahezu eins zu eins in die digitale Welt zu übertragen.

Das Brettspiel bleibt jederzeit erkennbar

Wer das Original kennt, fühlt sich sofort zuhause. Der grundsätzliche Spielablauf wurde nahezu vollständig übernommen. Als Flamekeeper besucht man verschiedene Geschäfte, sammelt Ressourcen, setzt kleine Drachen ein und verzaubert Läden, um möglichst viele Ansehenspunkte zu sammeln. Die bekannten Kombinationen aus Drachenfähigkeiten und Verzauberungen funktionieren auch digital hervorragend.

flamecraft

Gerade das gefällt mir besonders gut. Die Entwickler wollten offensichtlich kein „inspiriert von Flamecraft“ entwickeln, sondern das Brettspiel möglichst originalgetreu umsetzen. Als großer Fan des Originals ist genau das die richtige Entscheidung.

Die digitale Umsetzung nimmt viel Verwaltungsarbeit ab

Der größte Vorteil gegenüber dem Brettspiel liegt im Komfort. Während man auf dem Tisch regelmäßig Karten sortiert, Ressourcen verteilt oder Fähigkeiten überprüft, übernimmt das Spiel all diese Aufgaben automatisch. Dadurch läuft eine Partie deutlich flüssiger ab.

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Auch neue Spieler profitieren davon. Die Demo enthält ein komplett vertontes Tutorial, das die Regeln angenehm verständlich erklärt. Selbst wer das Brettspiel noch nie gespielt hat, findet dadurch schnell ins Spiel.

Das erinnert mich ein wenig an Die Gilde: Europa 1410. Natürlich sind beide Spiele völlig unterschiedlich, doch beide schaffen es, komplexere Spielsysteme durch eine moderne Benutzeroberfläche deutlich zugänglicher zu machen.

Die Welt wirkt lebendig

Einer der größten Unterschiede zum Brettspiel ist natürlich die Präsentation.

Die kleinen Drachen wurden liebevoll animiert, die Geschäfte erwachen sichtbar zum Leben und die komplette Stadt wirkt deutlich lebendiger als auf dem Spielbrett. Trotzdem geht nichts vom ursprünglichen Stil verloren. Ganz im Gegenteil: Die Illustrationen von Sandara Tang wurden hervorragend in eine dreidimensionale Welt übertragen.

Gerade deshalb fühlt sich Flamecraft nicht wie eine einfache Brettspielsimulation an, sondern wie eine natürliche Weiterentwicklung der Vorlage.

Auch allein macht Flamecraft Spaß

Im Gegensatz zum Brettspiel bietet die Demo bereits verschiedene KI-Schwierigkeitsgrade.

Dadurch lässt sich Flamecraft problemlos alleine spielen, ohne Mitspieler organisieren zu müssen. Gleichzeitig bleibt auch der lokale Mehrspielermodus erhalten, sodass gemütlichen Spieleabenden nichts im Weg steht. Die Vollversion soll darüber hinaus weitere Inhalte und Online-Funktionen bieten. 

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Besonders gefallen hat mir, dass jede Partie weiterhin anders verläuft. Unterschiedliche Geschäfte, Drachen und Verzauberungen sorgen dafür, dass man ständig neue Kombinationen ausprobiert.

Genau dieser angenehme Mix aus Planung und Flexibilität erinnert mich an Denshattack!. Beide Spiele wirken auf den ersten Blick gemütlich, entwickeln mit zunehmender Spielzeit aber überraschend viel spielerische Tiefe.

Die Demo macht Lust auf mehr

Natürlich zeigt die Demo nur einen Teil des fertigen Spiels.

Nicht alle Inhalte des Brettspiels sind bereits verfügbar und viele Karten dienen lediglich als Vorgeschmack auf die Vollversion. Trotzdem reicht der Umfang vollkommen aus, um einen sehr guten Eindruck vom fertigen Spiel zu bekommen.

Gerade deshalb fiel es mir schwer, die Demo nach einigen Partien wieder zu beenden. Sie vermittelt genau das Gefühl, das ich auch vom Brettspiel kenne: „Eine Runde geht noch.“

Mein Fazit

Als großer Fan des Brettspiels bin ich mit entsprechend hohen Erwartungen an Flamecraft herangegangen. Umso erfreulicher ist, wie respektvoll die Vorlage umgesetzt wurde.

Die Demo zeigt bereits eindrucksvoll, dass Monster Couch verstanden hat, was Flamecraft so besonders macht. Statt unnötiger Änderungen stehen die charmante Atmosphäre, clevere Worker-Placement-Mechaniken und die wunderschöne Präsentation im Mittelpunkt. Gleichzeitig profitieren Spieler von allen Vorteilen einer digitalen Umsetzung – automatischer Regelauswertung, flüssigem Spielfluss und einer hervorragenden Präsentation.

Natürlich muss sich die Vollversion erst noch beweisen. Nach der Demo bin ich allerdings optimistisch, dass hier nicht nur eine gelungene Brettspielumsetzung entsteht, sondern eines der gemütlichsten Strategiespiele des Jahres.

⭐ Mein Ersteindruck (Demo): 4,6 von 5 Sternen

ProsCons
Hervorragend umgesetztes BrettspielDemo zeigt nur einen Teil des Gesamtumfangs
Wunderschöne Präsentation mit liebevollen AnimationenNoch keine Aussage zur Langzeitmotivation möglich
Komfortable digitale RegelauswertungOnline-Funktionen fehlen in der Demo
Gelungenes Tutorial für NeueinsteigerBrettspielkenner wünschen sich vielleicht noch mehr Inhalte
Hoher WohlfühlfaktorFinale Bewertung bleibt der Vollversion vorbehalten

Erscheinungsdatum: TBA (aktuell als Demo verfügbar)

Plattformen: PC (Microsoft Windows), Mac

Roman Vogdt
Verfasst von Roman Vogdt

Roman hat schon recht früh angefangen, Videospiele zu spielen. Wie früh? Nun, sagen wir mal, als die Nintendo 64 herauskam, und kurz darauf wurden GoldenEye 007 und Perfect Dark jahrelang zu einem Fixpunkt seines Alltags. Im Laufe der Jahre hat sich Romans Leidenschaft für Spiele auf anderen Konsolen und auch auf das Internet ausgeweitet, wo er die faszinierende Welt der Online Slots, Live Casinos, Poker und Wetten entdeckt hat. Seit über 6 Jahren arbeitet er nun schon mit den besten Plattformen und Software Anbietern zusammen und trägt dazu bei, dass die Branche auf verantwortungsvolle und respektvolle Weise weiterwächst. So ist er schlussendlich bei Gameshub gelandet.