Roman hat schon recht früh angefangen, Videospiele zu spielen. Wie früh? Nun, sagen wir mal, als die Nintendo 64 herauskam, und kurz darauf wurden GoldenEye 007 und Perfect Dark jahrelang zu einem Fixpunkt seines Alltags. Im Laufe der Jahre hat sich Romans Leidenschaft für Spiele auf anderen Konsolen und auch auf das Internet ausgeweitet, wo er die faszinierende Welt der Online Slots, Live Casinos, Poker und Wetten entdeckt hat. Seit über 6 Jahren arbeitet er nun schon mit den besten Plattformen und Software Anbietern zusammen und trägt dazu bei, dass die Branche auf verantwortungsvolle und respektvolle Weise weiterwächst. So ist er schlussendlich bei Gameshub gelandet.
Mit Die Gilde: Europa 1410 wagt THQ Nordic einen Neustart der traditionsreichen Wirtschafts- und Lebenssimulation. Nach dem durchwachsenen dritten Teil orientiert sich die Reihe wieder stärker am ersten Spiel und stellt den Aufbau einer mittelalterlichen Dynastie in den Mittelpunkt. Wichtig ist allerdings: Das Spiel befindet sich aktuell im Early Access und soll bis zum vollständigen Release noch deutlich erweitert werden.
Schon nach den ersten Stunden wurde mir klar, dass Europa 1410 viele gute Ideen mitbringt. Gleichzeitig merkt man aber ebenso schnell, dass sich zahlreiche Systeme noch in Entwicklung befinden. Genau deshalb sollte man den Titel aktuell eher als Fundament für ein großes Aufbauspiel betrachten und nicht als fertiges Produkt.
Handel, Handwerk und Politik greifen sinnvoll ineinander
Das Grundprinzip bleibt der Serie treu. Man beginnt mit einem kleinen Betrieb, verdient Geld als Handwerker, Händler oder Unternehmer und arbeitet sich Schritt für Schritt nach oben. Mit wachsendem Vermögen eröffnen sich neue Möglichkeiten, Einfluss in der Stadt zu gewinnen und langfristig eine erfolgreiche Dynastie aufzubauen. Geplant sind zum Early Access unter anderem vier Städte und elf unterschiedliche Berufe.

Besonders gut gefällt mir, dass wirtschaftliche Entscheidungen wieder stärker im Mittelpunkt stehen. Preise verändern sich, Betriebe müssen sinnvoll ausgebaut werden und jeder Ausbau hat direkte Auswirkungen auf den eigenen Erfolg.
Wer Freude daran hat, Produktionsketten zu optimieren und langfristig zu planen, wird sich hier schnell wohlfühlen.
Deutlich moderner, ohne den Serienkern zu verlieren
Optisch macht Europa 1410 einen gelungenen Eindruck. Die Städte wirken lebendig, Gebäude sind deutlich detaillierter als in den Vorgängern und auch die Benutzeroberfläche wurde modernisiert. Trotzdem bleibt das typische Gilde-Gefühl erhalten.

Vor allem Fans der ersten beiden Teile werden viele vertraute Mechaniken wiedererkennen.
Der Fokus liegt klar auf Wirtschaft, Einfluss und Familienmanagement – weniger auf direkter Charaktersteuerung oder Rollenspielelementen.
Gerade dieser Ansatz erinnerte mich mehrfach an Frostpunk 2: Breach of Trust. Beide Spiele leben davon, langfristige Entscheidungen zu treffen und die Folgen erst viele Spielstunden später zu spüren.
Viel Potenzial, aber Early Access bleibt Early Access
Genau hier zeigt sich allerdings auch die größte Schwäche. Viele Mechaniken wirken bereits durchdacht, sind aber noch nicht vollständig ausbalanciert. Die Entwickler kommunizieren offen, dass bis zum finalen Release weitere Inhalte, Systeme und Optimierungen folgen werden. Entsprechend sollte man momentan mit kleineren Fehlern, fehlendem Feinschliff und gelegentlichen Balanceproblemen rechnen.

Auch bei der Benutzerführung hätte ich mir an einigen Stellen mehr Komfort gewünscht. Manche Informationen verstecken sich noch in Untermenüs und einige Zusammenhänge werden nur unzureichend erklärt.
Das ist für Early Access nicht ungewöhnlich, fällt aber gerade Neueinsteigern auf.
Die Grundlagen stimmen
Trotz des unfertigen Zustands macht Europa 1410 bereits vieles richtig. Der wirtschaftliche Kreislauf motiviert, der Aufbau der eigenen Dynastie funktioniert und die verschiedenen Berufe sorgen für ausreichend Abwechslung. Gleichzeitig bleibt genügend Raum für weitere Inhalte, die im Laufe des Early Access ergänzt werden sollen.

Gerade deshalb würde ich den Titel aktuell eher Spielern empfehlen, die Spaß daran haben, eine Entwicklung aktiv mitzuerleben und Feedback zu geben.
Wer dagegen ein vollständig ausgereiftes Strategiespiel erwartet, sollte besser den finalen Release abwarten.
Mein Fazit
Die Gilde: Europa 1410 legt einen vielversprechenden Start hin. Die Rückbesinnung auf die Stärken der ersten Serienteile funktioniert grundsätzlich gut. Wirtschaft, Politik und Dynastien greifen sinnvoll ineinander und machen Lust auf mehr. Gleichzeitig merkt man dem Spiel an vielen Stellen an, dass noch Arbeit vor den Entwicklern liegt.
Genau deshalb sollte die Bewertung auch im Kontext des Early Access gesehen werden. Das Fundament ist stark, viele Systeme funktionieren bereits gut und das Potenzial für eine gelungene Fortsetzung der Reihe ist eindeutig vorhanden.
Ob daraus am Ende der beste Teil der Serie wird, entscheidet sich allerdings erst in den kommenden Monaten.
⭐ Meine Early Access-Bewertung: 4,0 von 5 Sternen
| Pros | Cons |
| Gelungene Rückkehr zu den Wurzeln der Serie | Viele Systeme noch nicht vollständig ausgereift |
| Motivierendes Wirtschafts- und Dynastiesystem | Kleinere Balanceprobleme |
| Unterschiedliche Berufe sorgen für Abwechslung | Benutzerführung könnte komfortabler sein |
| Moderne Präsentation mit stimmungsvollen Städten | Teilweise fehlender Feinschliff |
| Großes Potenzial für die weitere Entwicklung | Early Access: Noch kein vollständiges Spielerlebnis |
Erscheinungsdatum: 16.6.2026 (Early Access)
Plattformen: PC (Microsoft Windows)