Suchen Schließen

BIG und K27 erreichen das EWC-Hauptevent nach dramatischem Open Qualifier

Roman Vogdt

Von Roman VogdtAutor

BIG und K27 erreichen das EWC-Hauptevent nach dramatischem Open Qualifier

BIG und K27 stehen im Main Event des Esports World Cup 2026. Beide Teams setzten sich im Open Qualifier durch und sichern sich damit Plätze im 32-Team-Feld des großen CS2-Turniers. Für BIG war es die Bestätigung der eigenen Setzliste, für K27 ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung internationaler Reife.

Besonders BIG lieferte mit dem 2:1 gegen Sashi eine klare Botschaft. Das deutsche Team gab in der gesamten Qualifikation nur eine einzige Map ab und konnte sich auf einen überragenden Gleb „gr1ks“ Gazin verlassen, der den Qualifier mit einem absurden 1.58-Rating beendete.

BIG stoppt Sashi und löst das EWC-Ticket

BIG ging als Nummer-zwei-Seed in den Open Qualifier und wurde dieser Rolle am Ende gerecht. Gegen Sashi gewann das Team mit 2:1 und qualifizierte sich als zweites Team aus dem offenen LAN-Qualifier für den Esports World Cup.

Die Serie begann deutlich. BIG gewann Cache mit 13:5 und setzte früh ein Zeichen. Sashi antwortete auf Inferno mit einem 13:9, doch auf Ancient nahm BIG wieder die Kontrolle und machte mit 13:8 den Einzug ins Hauptevent klar.

MapSiegerErgebnis
CacheBIG13:5
InfernoSashi13:9
AncientBIG13:8
SerieBIG2:1

Für euch als CS2-Fans war das vor allem deshalb spannend, weil Sashi zuletzt stark im VRS geklettert war. Die Dänen hatten in Paris vier wertvolle Serien gewonnen, darunter auch die Eliminierung von Virtus.pro. Dazu kam der Titel bei der CCT 2026 Europe Series 5. Gegen BIG reichte dieser Schwung aber nicht.

gr1ks spielt einen Qualifier auf Superstar-Niveau

Der klare Unterschiedsspieler bei BIG war gr1ks. Der belarussische AWPer zeigte über den gesamten Qualifier hinweg eine enorme individuelle Form. In sechs von elf gespielten Maps war er der beste Spieler auf dem Server.

Gegen Sashi führte er BIG erneut an. In der entscheidenden Serie kam er auf 52 Kills, 80,6 ADR, 70,5 Prozent KAST und ein 1.32-Rating. Über den ganzen Qualifier hinweg stand am Ende sogar ein 1.58-Rating.

BIG-SpielerK-DADRKASTRating
gr1ks52-3780,670,5 %1.32
blameF43-3780,983,6 %1.14
tabseN42-4075,572,1 %1.10
JDC43-4179,070,5 %1.01
faveN36-4260,177,0 %0.88

Gerade für BIG ist das wichtig. Wenn gr1ks diese Form ins Main Event mitnimmt, bekommt das Team eine echte Upset-Waffe. In einem 32-Team-Feld reicht ein heißer AWPer oft aus, um Favoriten zumindest nervös zu machen.

Diese individuelle Feuerkraft passt perfekt zu einem CS2-Sommer, in dem starke Einzelspieler ganze Finals prägen können. Bei MOUZ bezwingt Spirit und gewinnt BLAST Bounty 2026 Season 2 war ebenfalls zu sehen, wie ein überragender Rifler eine komplette Serie kippen kann.

Sashis Trash Talk verpufft gegen BIG

Neben dem sportlichen Ergebnis bekam die Serie auch durch Sashis Auftreten zusätzliche Würze. Die Dänen hatten während des Matches lautstark Trash Talk betrieben, doch am Ende hatte BIG die bessere Antwort auf dem Server.

Benjamin „blameF“ Bremer machte nach dem Sieg deutlich, dass ihm Sashis Gebrüll nicht entgangen war. Sein Kommentar fiel entsprechend direkt aus und unterstrich, wie emotional die Serie geführt wurde.

Für Sashi bleibt der Qualifier trotzdem wertvoll. Das Team nimmt wichtige Siege, VRS-Punkte und Erfahrung aus Paris mit. Der Einzug in die Top 50 wirkt nach den jüngsten Ergebnissen realistisch und verdient.

Aber gegen BIG zeigte sich auch die Grenze: Form, Selbstvertrauen und Trash Talk helfen nur so lange, bis ein Gegner in den entscheidenden Momenten sauberer spielt.

K27 übersteht engen Kampf gegen fnatic

Parallel setzte sich K27 gegen fnatic durch und holte ebenfalls das Ticket für das EWC-Hauptevent. Die Serie war eng, chaotisch und für fnatic besonders bitter.

Beide Teams traten mit neuen Spielern an. K27 spielte mit Timur „clax“ Sabirov, während fnatic Volodymyr „mazay“ Iorhachov und Artem „cairne“ Mushynskyi integrierte. Beide Seiten wollen sich in den Top 40 des VRS etablieren, doch in dieser Serie wirkte K27 am Ende hungriger und stabiler.

Fnatic hatte sogar die Chance, die Serie früher zu schließen. Ein 1v3 von mazay brachte dem Team auf Map zwei einen Serienpunkt. Danach verlor fnatic jedoch bei 12:11 eine 5v3-Situation, musste in die Overtime und gab die Map noch mit 13:16 ab.

Solche Runden entscheiden Qualifier. Ein einziger verlorener Vorteil kann Momentum, Selbstvertrauen und Bracket-Leben kosten.

xeedo und qw1nk1 führen K27 ins Main Event

Auf der dritten Map nutzte K27 die Chance eiskalt. Das Team zog auf 10:4 davon und wurde dabei besonders von Aleksey „xeedo“ Mikulich und Daniil „qw1nk1“ Kabilov getragen.

Beide gelten als Top-Prospects und lieferten auf dem Decider jeweils rund 90 ADR. Genau diese Leistungen zeigen, warum K27 trotz mangelnder Big-Event-Erfahrung ein gefährlicher Gegner sein kann.

Bei PGL Astana hatte die junge russische Mannschaft noch Lehrgeld bezahlt. Die fehlende Erfahrung und der Einsatz eines Stand-ins mit Petr „fame“ Bolyshev machten sich dort bemerkbar, und K27 landete auf dem letzten Platz. Jetzt folgt der zweite Big-Event-Auftritt der Teamgeschichte.

Das ist ein wichtiger Entwicklungsschritt. K27 kommt nicht als Favorit zum EWC, aber als Team mit Talent, Hunger und genügend Firepower, um etablierten Gegnern unangenehm zu werden.

Das EWC-CS2-Feld bekommt mehr Tiefe

Mit BIG und K27 wächst das Teilnehmerfeld des Esports World Cup weiter. Das CS2-Turnier umfasst 32 Teams, vier davon kommen über den großen offenen LAN-Qualifier. Für das Main Event bedeutet das zusätzliche Dynamik, weil nicht nur eingeladene Topteams antreten, sondern auch Qualifier-Teams mit Momentum.

Gerade BIG bringt Namen, Erfahrung und deutsche Fanaufmerksamkeit mit. K27 bringt dagegen den Reiz eines jungen Teams, das bei seinem zweiten Big Event zeigen will, dass es aus früheren Fehlern gelernt hat.

Das macht die offene Qualifikation so wertvoll. Sie liefert nicht nur Slots, sondern Storylines: etablierte Teams unter Druck, junge Prospects im Rampenlicht und Organisationen, die sich über LAN wirklich beweisen müssen.

Der EWC selbst bekommt dadurch noch mehr Bedeutung. Bei EWC 2026 verlegt Grand Final in die Accor Arena wurde bereits klar, wie groß die Bühne für das CS2-Finale in Paris werden soll. Teams wie BIG und K27 haben nun die Chance, auf genau dieser Bühne für Überraschungen zu sorgen.

Fazit

BIG und K27 haben sich über den Open Qualifier für das CS2-Main-Event des Esports World Cup 2026 qualifiziert. BIG bestätigte mit dem 2:1 gegen Sashi seine Rolle als Nummer-zwei-Seed und verlor im gesamten Qualifier nur eine Map.

Der große Star war gr1ks, der den Qualifier mit einem 1.58-Rating abschloss und gegen Sashi erneut den Unterschied machte. K27 setzte sich derweil in einer engen Serie gegen fnatic durch und erreichte erst das zweite Big Event der eigenen Geschichte.

Für das EWC-Hauptevent bedeutet das mehr Tiefe, mehr Underdog-Potenzial und zusätzliche Spannung. BIG reist mit Erfahrung und einem heißen AWPer an, K27 mit Talent und der Chance, endlich größere Namen zu schlagen.

Roman Vogdt
Verfasst von Roman Vogdt

Roman hat schon recht früh angefangen, Videospiele zu spielen. Wie früh? Nun, sagen wir mal, als die Nintendo 64 herauskam, und kurz darauf wurden GoldenEye 007 und Perfect Dark jahrelang zu einem Fixpunkt seines Alltags. Im Laufe der Jahre hat sich Romans Leidenschaft für Spiele auf anderen Konsolen und auch auf das Internet ausgeweitet, wo er die faszinierende Welt der Online Slots, Live Casinos, Poker und Wetten entdeckt hat. Seit über 6 Jahren arbeitet er nun schon mit den besten Plattformen und Software Anbietern zusammen und trägt dazu bei, dass die Branche auf verantwortungsvolle und respektvolle Weise weiterwächst. So ist er schlussendlich bei Gameshub gelandet.