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Faker wird Ehrenpolizist in Südkorea und kämpft gegen Online-Glücksspiel

Roman Vogdt

Von Roman VogdtAutor

Faker wird Ehrenpolizist in Südkorea und kämpft gegen Online-Glücksspiel

Lee Sang-hyeok, besser bekannt als Faker, übernimmt in Südkorea eine neue Rolle abseits der Bühne. Der wohl berühmteste League-of-Legends-Profi der Welt wurde von der Korean National Police Agency zum Ehrenpolizisten ernannt und soll künftig als Botschafter für die Prävention von Cyber-Glücksspiel auftreten.

Natürlich bedeutet das nicht, dass Faker plötzlich Streife läuft. Seine Aufgabe liegt im öffentlichen Bereich: Er soll in Videos, Postern und Kampagnen auf die Risiken von Online-Glücksspiel hinweisen und besonders junge Menschen ermutigen, sich frühzeitig Hilfe zu holen.

Faker nutzt seinen Einfluss für Prävention

Faker ist längst mehr als nur ein Esports-Spieler. Mit sechs League-of-Legends-Weltmeistertiteln, seiner Rolle bei T1 und seinem Ruf als „Unkillable Demon King“ gehört er zu den wenigen Persönlichkeiten, die weit über die Gaming-Szene hinaus bekannt sind.

Genau deshalb setzt die koreanische Polizei auf ihn. Faker soll das freiwillige Meldesystem gegen Jugend-Cyber-Glücksspiel bekannter machen. Dieses Programm richtet sich an junge Menschen, die bereits in problematische Online-Glücksspielmuster geraten sind oder merken, dass sie Unterstützung brauchen.

Faker erklärte, er fühle sich geehrt, als Ehrenpolizist und Botschafter ernannt worden zu sein, und spüre eine große Verantwortung. Er wolle aktiv dabei helfen, die Gefahren von Cyber-Glücksspiel und das Meldesystem unter Jugendlichen bekannter zu machen.

Dass ausgerechnet eine der größten Figuren des League-of-Legends-Esports diese Rolle übernimmt, passt in ein Jahr, in dem LoL international weiter enorme Aufmerksamkeit erzeugt. Bei League of Legends beim EWC 2026: Überraschungen, Rekorde und deutlich stärkere Zuschauerzahlen wurde zuletzt sichtbar, wie groß die Reichweite des Spiels weiterhin ist.

Jugendliche sollen früher Hilfe bekommen

Die südkoreanische Polizei betont, dass bei Jugend-Cyber-Glücksspiel vor allem frühe Erkennung entscheidend ist. Acting Commissioner General Yoo Jae-sung erklärte, es sei wichtig, das Problem zu erkennen, bevor es sich verschlimmere, und schnell Beratung sowie Behandlung einzuleiten.

Das freiwillige Meldesystem startete im Mai und läuft bis zum 31. August. Bisher wurden 806 Selbstmeldungen registriert. Wer sich meldet, erhält Beratung und eine Einschätzung zur möglichen Glücksspielsucht. Danach kann eine Behandlung oder weitere Unterstützung folgen.

Die Behörden wollen selbstmeldenden Betroffenen möglichst weit entgegenkommen. Dabei sollen unter anderem Einsatzhöhe, Reue und Fortschritte in der Behandlung berücksichtigt werden. Das Ziel ist also nicht reine Bestrafung, sondern frühe Intervention.

Der Kontrast zu Betting-Sponsorships im Esports

Fakers neue Rolle wirkt besonders auffällig, weil Riot Games erst 2025 Sportwetten-Sponsorships für Tier-1-Teams in League of Legends und Valorant in den USA und der EMEA-Region geöffnet hatte.

Damit steht der Esports in einem Spannungsfeld. Auf der einen Seite wachsen Wetten, Sponsoring und Prediction Markets rund um kompetitive Spiele. Auf der anderen Seite warnen Behörden und Gesundheitsorganisationen vor den Risiken, besonders für junge Zielgruppen.

Für euch als Zuschauer bedeutet das: Esports ist längst nicht mehr nur ein sportliches oder unterhaltendes Ökosystem. Es ist auch ein kommerzieller Raum, in dem Plattformen, Sponsoren, Teams und Regulierer ständig neu verhandeln, wo Verantwortung beginnt.

Diese Entwicklung zeigte sich auch bei Riot Games bringt LoL, Valorant, TFT und Wild Rift erstmals zu Kick, wo die Frage nach Plattformen, Reichweite und Markenwirkung eine zentrale Rolle spielte.

Warum Fakers Gesicht so wichtig ist

Präventionskampagnen funktionieren oft nur dann, wenn ihre Botschaft die Zielgruppe wirklich erreicht. Genau hier kann Faker einen Unterschied machen. Er ist glaubwürdig, bekannt und wird von vielen jungen Spielern respektiert.

Wenn eine klassische Behörde vor Cyber-Glücksspiel warnt, klingt das für manche Jugendliche schnell abstrakt. Wenn Faker dieselbe Botschaft vermittelt, kommt sie näher an die Gaming-Community heran.

Gerade in Südkorea, wo Esports kulturell stark verankert ist, kann seine Beteiligung mehr bewirken als eine gewöhnliche Informationskampagne. Faker steht für Disziplin, Langlebigkeit und professionelle Kontrolle. Diese Werte lassen sich gut mit der Botschaft verbinden, riskantes Spielverhalten früh ernst zu nehmen.

Glücksspielschäden bleiben ein globales Problem

Die Weltgesundheitsorganisation berichtete 2024, dass weltweit rund 5,5 Prozent der Frauen und fast 12 Prozent der Männer in irgendeiner Form Schaden durch Glücksspiel erfahren. Diese Zahlen zeigen, dass es sich nicht um ein kleines Randproblem handelt.

Online-Angebote können das Risiko zusätzlich verstärken, weil sie jederzeit verfügbar sind und oft schnelle Einsätze ermöglichen. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene sind gefährdet, wenn Glücksspielmechaniken, Gaming-Kultur und digitale Zahlungswege ineinandergreifen.

Deshalb ist Fakers Ernennung mehr als eine symbolische Geste. Sie zeigt, dass Behörden versuchen, Prävention stärker in jene Räume zu bringen, in denen junge Menschen tatsächlich unterwegs sind.

Fazit

Faker ist nun Ehrenpolizist und Botschafter gegen Cyber-Glücksspiel in Südkorea. Seine Aufgabe ist nicht Strafverfolgung, sondern Aufklärung. Er soll junge Menschen über die Risiken von Online-Glücksspiel informieren und das freiwillige Meldesystem bekannter machen.

Die Kampagne kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Glücksspiel, Wetten und Esports immer enger miteinander verbunden werden. Genau deshalb ist Fakers Rolle so bemerkenswert. Einer der größten Stars der Gaming-Welt nutzt seine Reichweite nicht für einen weiteren Sponsorendeal, sondern für Prävention.

Für die Szene ist das ein starkes Signal: Esports kann Teil des Problems sein, wenn Glücksspiel normalisiert wird. Er kann aber auch Teil der Lösung sein, wenn bekannte Persönlichkeiten Verantwortung übernehmen.

Roman Vogdt
Verfasst von Roman Vogdt

Roman hat schon recht früh angefangen, Videospiele zu spielen. Wie früh? Nun, sagen wir mal, als die Nintendo 64 herauskam, und kurz darauf wurden GoldenEye 007 und Perfect Dark jahrelang zu einem Fixpunkt seines Alltags. Im Laufe der Jahre hat sich Romans Leidenschaft für Spiele auf anderen Konsolen und auch auf das Internet ausgeweitet, wo er die faszinierende Welt der Online Slots, Live Casinos, Poker und Wetten entdeckt hat. Seit über 6 Jahren arbeitet er nun schon mit den besten Plattformen und Software Anbietern zusammen und trägt dazu bei, dass die Branche auf verantwortungsvolle und respektvolle Weise weiterwächst. So ist er schlussendlich bei Gameshub gelandet.