Roman hat schon recht früh angefangen, Videospiele zu spielen. Wie früh? Nun, sagen wir mal, als die Nintendo 64 herauskam, und kurz darauf wurden GoldenEye 007 und Perfect Dark jahrelang zu einem Fixpunkt seines Alltags. Im Laufe der Jahre hat sich Romans Leidenschaft für Spiele auf anderen Konsolen und auch auf das Internet ausgeweitet, wo er die faszinierende Welt der Online Slots, Live Casinos, Poker und Wetten entdeckt hat. Seit über 6 Jahren arbeitet er nun schon mit den besten Plattformen und Software Anbietern zusammen und trägt dazu bei, dass die Branche auf verantwortungsvolle und respektvolle Weise weiterwächst. So ist er schlussendlich bei Gameshub gelandet.
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und Dataport bauen das länderübergreifende Glücksspielaufsichtssystem LUGAS weiter aus. Das System gilt als zentrale technische Grundlage für die Regulierung des legalen Online-Glücksspielmarktes in Deutschland und soll der Aufsicht künftig noch belastbarere Daten liefern.
LUGAS verarbeitet bereits heute enorme Mengen an Informationen. Im Jahr 2025 liefen Daten von mehr als 60 erlaubten Glücksspielanbietern und rund fünf Millionen registrierten Spielenden in das System ein. Damit wird LUGAS zu einem der wichtigsten Werkzeuge, um den deutschen Glücksspielmarkt nicht nur zu überwachen, sondern auch evidenzbasiert weiterzuentwickeln.
LUGAS wird zur Datendrehscheibe der deutschen Glücksspielregulierung
LUGAS ist mehr als ein internes IT-System. Es bildet die zentrale Datengrundlage, mit der die GGL und die 16 Bundesländer Entwicklungen im legalen Online-Glücksspielmarkt nachvollziehen können. Dazu gehören unter anderem technische Daten aus dem regulierten Spielbetrieb, Informationen aus Safe-Servern und zentrale Dateien, die für die Aufsicht relevant sind.
Gerade in einem Markt, der stark digitalisiert ist und sich schnell verändert, braucht Regulierung verlässliche Daten. Nur so lässt sich bewerten, ob bestehende Regeln wirken, ob Anbieter ihre Pflichten erfüllen und wo Anpassungen notwendig werden.
Das ist besonders wichtig, weil Deutschland in den vergangenen Jahren versucht hat, Online-Glücksspiel stärker in legale Bahnen zu lenken. Bei DOCV begrüßt GGL-Dialog und fordert Druck auf Schwarzmarkt wurde bereits deutlich, wie eng Marktkanalisierung, Vollzug und legale Attraktivität miteinander verbunden sind.
Dataport betreibt zentrale technische Bausteine
Seit dem 1. Januar 2023 verwaltet die GGL die Auswertesysteme der Safe-Server und die Zentraldateien als zwei zentrale Bausteine von LUGAS. Betrieben werden diese Systeme von Dataport, dem zentralen IT-Dienstleister der öffentlichen Verwaltung.
Die Zusammenarbeit ist deshalb besonders sensibel, weil LUGAS hohe Anforderungen an Verfügbarkeit, Sicherheit und Datenqualität erfüllen muss. Das System verarbeitet Daten aus einem regulierten Markt, in dem technische Stabilität und rechtssichere Abläufe entscheidend sind.
GGL-Vorstand Ronald Benter betont, dass die Behörde die Entwicklung von LUGAS kontinuierlich vorantreibt. Mit Dataport habe man einen Partner an der Seite, der die hohen Anforderungen an ein komplexes und sicherheitskritisches IT-System zuverlässig erfülle.
Sportliche Großereignisse erhöhen den Druck auf die Infrastruktur
Besonders vor sportlichen Großereignissen wie einer Fußball-Weltmeisterschaft wird eine stabile IT-Infrastruktur wichtig. In solchen Phasen steigt die Aktivität im legalen Glücksspielmarkt häufig deutlich an, vor allem bei Sportwetten.
Für die Aufsicht bedeutet das: Systeme müssen nicht nur im Normalbetrieb funktionieren, sondern auch bei erhöhtem Datenaufkommen belastbar bleiben. Wenn viele Spieler aktiv sind, viele Anbieter parallel Daten liefern und regulatorische Prüfungen schnell erfolgen müssen, darf die technische Grundlage nicht wackeln.
LUGAS soll genau diese Belastbarkeit ermöglichen. Die GGL kann dadurch Marktentwicklungen besser erkennen und regulatorische Entscheidungen auf eine solidere Grundlage stellen.
Agile Weiterentwicklung statt statischer Verwaltung
Die Weiterentwicklung von LUGAS erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen den Fachteams der GGL und Dataport. Beide Seiten setzen dabei auf agile Projektmethoden. Das ist wichtig, weil Glücksspielregulierung kein statisches Feld ist.
Neue Produkte, neue Anbieter, technische Anpassungen und geänderte gesetzliche Anforderungen müssen laufend in die Systementwicklung einfließen. Ein Aufsichtssystem wie LUGAS kann deshalb nicht einfach einmal gebaut und dann unverändert betrieben werden.
Dataport-Vorstandschef Dr. Johann Bizer bezeichnet LUGAS als eines der anspruchsvollsten Digitalisierungsprojekte im regulatorischen Umfeld. Gemeinsam mit der GGL wolle man die Systeme kontinuierlich weiterentwickeln und damit belastbare datenbasierte Entscheidungen ermöglichen.
Daten sollen Spielerschutz messbarer machen
Ein zentrales Ziel der Weiterentwicklung ist der Spielerschutz. LUGAS soll helfen, regulatorische Maßnahmen nicht nur politisch zu diskutieren, sondern anhand konkreter Daten zu bewerten.
Das ist entscheidend, weil viele Regeln im deutschen Markt direkte Auswirkungen auf das Verhalten von Spielern und Anbietern haben. Einsatzlimits, Sperrsysteme, Einzahlungslimits und technische Kontrollmechanismen können nur dann sinnvoll angepasst werden, wenn ihre Wirkung überprüfbar ist.
Gerade bei Themen wie höheren Einsatzgrenzen zeigt sich, wie wichtig Daten werden. Bei Einsatzlimit in Online-Spielotheken steigt auf bis zu 5 Euro stand bereits im Fokus, dass neue Spielräume nur mit Monitoring und klaren Schutzmechanismen funktionieren können.
Ab 2027 sollen Safe-Server-Daten stärker genutzt werden
Ein wichtiger nächster Schritt ist bereits angekündigt. Ab 2027 sollen Auswertungen verstärkt auf Daten aus den Safe-Servern gestützt werden. Dadurch will die GGL eine fundiertere und datenbasierte Evaluierung ermöglichen.
Dieser Ansatz wurde bereits auf dem Deutschen Glücksspielkongress 2025 thematisiert. Die Idee dahinter: Je besser die Datenbasis, desto präziser kann die Aufsicht erkennen, ob der legale Markt funktioniert, ob Schutzmaßnahmen greifen und wo es regulatorische Lücken gibt.
Für die Bundesländer ist das ebenfalls relevant. Sie erhalten durch LUGAS eine bessere Grundlage, um die Entwicklung des Marktes einzuordnen und politische Entscheidungen nicht nur auf Schätzungen oder Einzelbeobachtungen zu stützen.
Warum LUGAS bundesweit einzigartig ist
LUGAS ist bundesweit einzigartig, weil es die Aufsicht über Online-Glücksspiel technisch über Ländergrenzen hinweg bündelt. In einem föderalen System ist das keine Selbstverständlichkeit.
Der Glücksspielmarkt ist digital, schnell und grenzüberschreitend. Die Regulierung in Deutschland liegt jedoch in einem Zusammenspiel aus GGL und Bundesländern. Ein zentrales System wie LUGAS kann helfen, diese Struktur technisch handlungsfähiger zu machen.
Damit wird LUGAS zu einem digitalen Fundament der deutschen Glücksspielaufsicht. Es verbindet Daten, Anbieterinformationen, Safe-Server-Auswertungen und zentrale Dateien in einem Rahmen, der langfristig bessere Kontrolle ermöglichen soll.
Fazit
Der weitere Ausbau von LUGAS zeigt, dass die deutsche Glücksspielregulierung zunehmend datengetrieben arbeitet. Die GGL und Dataport entwickeln gemeinsam ein System weiter, das 2025 bereits Daten von mehr als 60 erlaubten Anbietern und rund fünf Millionen registrierten Spielenden verarbeitete.
Für die Aufsicht ist das ein entscheidender Schritt. LUGAS soll helfen, Entwicklungen im legalen Markt besser zu verstehen, Spielerschutz messbarer zu machen und regulatorische Maßnahmen auf eine stabilere Grundlage zu stellen.
Ab 2027 sollen Safe-Server-Daten noch stärker für Auswertungen genutzt werden. Damit könnte LUGAS endgültig zu einem der wichtigsten Instrumente werden, um den deutschen Online-Glücksspielmarkt nicht nur zu kontrollieren, sondern evidenzbasiert weiterzuentwickeln.