Roman hat schon recht früh angefangen, Videospiele zu spielen. Wie früh? Nun, sagen wir mal, als die Nintendo 64 herauskam, und kurz darauf wurden GoldenEye 007 und Perfect Dark jahrelang zu einem Fixpunkt seines Alltags. Im Laufe der Jahre hat sich Romans Leidenschaft für Spiele auf anderen Konsolen und auch auf das Internet ausgeweitet, wo er die faszinierende Welt der Online Slots, Live Casinos, Poker und Wetten entdeckt hat. Seit über 6 Jahren arbeitet er nun schon mit den besten Plattformen und Software Anbietern zusammen und trägt dazu bei, dass die Branche auf verantwortungsvolle und respektvolle Weise weiterwächst. So ist er schlussendlich bei Gameshub gelandet.
Spanien verschärft seinen Kurs gegen Prediction Markets. Das Verbraucherschutzministerium hat den Zugang zu Polymarket und Kalshi im Inland blockiert und gleichzeitig ein Untersuchungsverfahren gegen beide Plattformen eingeleitet. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Anbieter ohne die erforderliche Glücksspielgenehmigung in Spanien tätig waren.
Die Entscheidung reiht sich in eine wachsende europäische Regulierungswelle ein. Immer mehr Behörden behandeln Prognosemärkte nicht als reine Finanz- oder Informationsprodukte, sondern als Glücksspiel, sobald Nutzer Geld auf ungewisse zukünftige Ereignisse setzen.
Spanien sieht Prediction Markets als Glücksspiel
Polymarket und Kalshi ermöglichen Wetten auf eine Vielzahl von Ereignissen – von Wetterentwicklungen über politische Entscheidungen bis hin zu internationalen Konflikten. Genau darin sieht das spanische Ministerium ein regulatorisches Problem.
Nach Ansicht der Behörden fallen solche Märkte unter das Glücksspielrecht, wenn Nutzer Geld auf unsichere zukünftige Ergebnisse setzen. Für den legalen Betrieb in Spanien wäre daher eine spezifische administrative Lizenz erforderlich.
Diese Lizenz ist nicht nur eine formale Genehmigung. Anbieter müssten unter anderem Identitätsprüfungen durchführen, Minderjährige ausschließen und sicherstellen, dass gesperrte oder selbst ausgeschlossene Personen keinen Zugang erhalten.
Sperre gilt bis zum Ende der Untersuchung
Die beiden US-Plattformen bleiben in Spanien blockiert, solange das Verfahren läuft. Das Ministerium geht davon aus, dass eine endgültige Entscheidung innerhalb von drei bis vier Monaten fallen könnte.
Nach Angaben der Behörde wurde versucht, Polymarket und Kalshi vor der Sperre offiziell zu informieren. Diese Versuche seien jedoch erfolglos geblieben.
Polymarket erklärte daraufhin, man wolle konstruktiv mit Behörden in allen Märkten zusammenarbeiten. Das Unternehmen sprach von verantwortungsvoller Innovation, Transparenz und Nutzerschutz. Kalshi reagierte zunächst nicht öffentlich.
Europa zieht die Zügel an
Spanien ist nicht das erste Land, das gegen Prediction Markets vorgeht. Auch Frankreich, Belgien, die Niederlande und Rumänien haben Polymarket bereits blockiert oder den Zugang eingeschränkt.
Die Argumentation ist fast überall ähnlich: Wenn Nutzer auf politische, gesellschaftliche oder sportliche Ereignisse setzen können, verschwimmt die Grenze zwischen Prognosemarkt und Glücksspiel.
Genau diese Grauzone wird für Regulierer immer problematischer, zumal Prediction Markets inzwischen zu einer milliardenschweren Branche gewachsen sind.
Internationale Kritik nimmt zu
Der Druck auf Plattformen wie Polymarket ist auch außerhalb Europas gestiegen. Indonesien hat die Plattform verboten, Brasilien blockierte Anfang 2026 mehr als zwei Dutzend Prediction-Market-Anbieter.
Auch in den USA wächst der Konflikt. Minnesota verabschiedete als erster Bundesstaat ein Gesetz, das Prediction Markets im eigenen Hoheitsgebiet verbieten soll. Die US-Regierung ging dagegen juristisch vor und argumentierte, dass dadurch die bundesweite Finanzaufsicht untergraben werde.
Weitere US-Bundesstaaten arbeiten bereits an eigenen Regeln für die Branche.
Spanien setzt auf Spielerschutz und Lizenzpflicht
Für Spanien steht vor allem die Kontrolle des Marktes im Vordergrund. Die Regierung will verhindern, dass sich ein unregulierter Wettmarkt außerhalb der bestehenden Glücksspielaufsicht etabliert.
Das Land hat seine Glücksspielregulierung in den vergangenen Jahren mehrfach verschärft, insbesondere im Bereich Werbung, Spielerschutz und illegale Anbieter. Die Blockade von Polymarket und Kalshi zeigt nun, dass auch neue Plattformmodelle unter diese Logik fallen.
Fazit
Mit der Sperrung von Polymarket und Kalshi sendet Spanien ein klares Signal an die Prediction-Market-Branche. Plattformen, die Wetten auf zukünftige Ereignisse anbieten, können sich nicht einfach als Finanz- oder Informationsdienst tarnen, wenn ihre Produkte faktisch Glücksspiel ähneln.
Die Entscheidung könnte weitreichende Folgen haben. Sollte Spanien am Ende bestätigen, dass beide Anbieter ohne Lizenz operierten, dürfte der Druck auf Prediction Markets in Europa weiter steigen.