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Die Esports Foundation hat offiziell die Bewerbungsphase für ihr neues Creator-Programm rund um den Esports World Cup 2026 und den Esports Nations Cup eröffnet. Content Creator aus aller Welt können sich seit dem 11. Juni bewerben, um ausgewählte Turniere offiziell auf ihren eigenen Kanälen zu übertragen. Gleichzeitig stellt die Organisation Belohnungen im Gesamtwert von bis zu zwei Millionen US-Dollar in Aussicht.
Mit dem Programm will die Foundation ihre globale Reichweite deutlich ausbauen und insbesondere Regionen sowie Sprachräume erreichen, die nicht vollständig durch die offiziellen Übertragungen abgedeckt werden.
Co-Streaming wird wichtiger Bestandteil der Event-Strategie
Co-Streaming hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Wachstumstreiber im Esport entwickelt. Immer mehr Zuschauer verfolgen große Turniere über ihre Lieblings-Creator statt über die offiziellen Broadcasts.
Die Esports Foundation erklärte, dass bereits beim Esports World Cup 2025 rund 3.500 Content Creator an der Initiative teilgenommen hätten. Für 2026 wurde das Ziel nun deutlich erhöht: Rund 5.000 Creator sollen Teil des Programms werden.
Die ausgewählten Teilnehmer erhalten die Erlaubnis, bestimmte Wettbewerbe des Esports World Cup sowie des Esports Nations Cup live auf ihren eigenen Plattformen zu übertragen. Unterstützt werden derzeit Twitch, YouTube, Bilibili, Huya und CHZZK. Weitere Plattformen sollen im Laufe des Jahres hinzukommen.
Creator kämpfen um Belohnungen im Millionenwert
Anders als klassische Partnerprogramme basiert die Initiative auf einem Missions- und Ranglistensystem. Teilnehmer sammeln Punkte durch verschiedene Aktivitäten und können dadurch zusätzliche Belohnungen freischalten.
Zu den angekündigten Preisen gehören unter anderem Gutscheine, Gaming-Hardware, Konsolen, Vorteile auf Streaming-Plattformen sowie exklusive Einladungen zu den Veranstaltungen vor Ort.
Die Esports Foundation beziffert den gesamten Belohnungspool auf bis zu zwei Millionen US-Dollar. Dabei handelt es sich allerdings nicht um garantierte Auszahlungen pro Creator, sondern um den Gesamtwert aller verfügbaren Prämien innerhalb des Programms.
Esports World Cup 2026 setzt auf internationale Expansion
Die Initiative passt zur übergeordneten Wachstumsstrategie der Organisation. Der Esports World Cup 2026 findet erstmals nicht in Saudi-Arabien statt, sondern wird vom 6. Juli bis zum 23. August auf dem Gelände der Paris Expo Porte de Versailles ausgetragen.
Die Verantwortlichen erhoffen sich dadurch eine stärkere internationale Wahrnehmung sowie neue Zielgruppen in Europa und anderen Märkten.
Die Expansion des Events wurde bereits durch andere Projekte begleitet. Erst kürzlich kündigte die Foundation im Rahmen von „Neues Qualifikationssystem für den Esports Nations Cup 2026 vorgestellt“ zusätzliche Wildcard- und Solidaritätsplätze an, um die globale Repräsentation weiter zu erhöhen.
Esports Nations Cup profitiert ebenfalls
Neben dem Esports World Cup umfasst das Creator-Programm auch den Esports Nations Cup, der im November 2026 in Riad stattfinden soll.
Das Nationenturnier gilt als eines der wichtigsten neuen Projekte der Foundation und soll Nationalteams aus zahlreichen Regionen zusammenbringen. Durch die Einbindung von Co-Streamern möchte die Organisation die Sichtbarkeit der Wettbewerbe zusätzlich steigern und nationale Communities stärker einbinden.
Bereits jetzt wird deutlich, dass die Foundation ihre langfristige Strategie nicht nur auf Turniere konzentriert, sondern auf ein umfassendes Ökosystem aus Teams, Nationen und Content Creatorn aufbaut. Dazu passt auch das kürzlich gestartete Club Partner Program, bei dem teilnehmende Organisationen jeweils eine Förderung von einer Million US-Dollar erhalten.
Creator schließen wichtige Lücken in der Reichweite
Aus Sicht der Veranstalter spielen Creator eine entscheidende Rolle dabei, neue Märkte zu erschließen. Viele Communities konsumieren Esport-Inhalte inzwischen bevorzugt über lokale Streamer, die in ihrer Muttersprache kommentieren und eine engere Verbindung zu ihrem Publikum aufbauen.
Ähnliche Entwicklungen sind derzeit auch in anderen Bereichen des Esports zu beobachten. So wurde bei „Global Esports Industry Week 2026 kehrt nach Köln zurück“ intensiv darüber diskutiert, wie Community-getriebene Inhalte künftig noch stärker in die Vermarktungsstrategien großer Turniere integriert werden können.
Gerade in Regionen mit begrenzter offizieller Übertragungsabdeckung können Co-Streamer einen entscheidenden Beitrag zur Reichweite leisten.
Bewerbungen bereits geöffnet
Interessierte Content Creator können sich ab sofort über die offizielle Website des Esports World Cup bewerben. Die Foundation hat bislang keine konkrete Bewerbungsfrist genannt, empfiehlt jedoch eine frühzeitige Registrierung.
Mit dem Ausbau des Programms und dem geplanten Wachstum auf 5.000 Teilnehmer dürfte das Creator-Netzwerk beim Esports World Cup 2026 größer werden als je zuvor. Gleichzeitig zeigt die Initiative, welchen Stellenwert Co-Streaming inzwischen für die internationale Esport-Branche erreicht hat.
Fazit
Die Esports Foundation setzt 2026 verstärkt auf Creator als zentrale Säule ihrer Übertragungsstrategie. Mit einem Belohnungspool von bis zu zwei Millionen US-Dollar, erweiterten Plattformpartnerschaften und dem Ziel von 5.000 Teilnehmern soll das Co-Streaming-Programm die globale Reichweite von Esports World Cup und Esports Nations Cup deutlich steigern.
Für Streamer und Content Creator eröffnet sich damit die Chance, Teil zweier der größten Esport-Events des Jahres zu werden und gleichzeitig von exklusiven Vorteilen und Belohnungen zu profitieren.