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ArenaNet liefert neue Details zu Guild Wars 3. Nachdem das Studio seine Marketingphase mit regelmäßigen Community-Blogs langsam hochfährt, steht nun fest: Zum Launch wird das neue MMORPG mit vier spielbaren Völkern starten. Drei davon wurden bereits bestätigt, das vierte bleibt vorerst geheim.
Guild Wars 3 spielt in Orr, dem versunkenen Kontinent, der seit dem ersten Guild Wars einen besonderen Platz in der Lore einnimmt. Damit kehrt die Reihe an einen Ort zurück, der lange eher Mythos, Erinnerung und Hintergrundgeschichte war. Jetzt soll Orr zur zentralen Bühne eines neuen Kapitels werden.
Vier spielbare Völker zum Start bestätigt
Zum Release von Guild Wars 3 wird es vier spielbare Völker geben. ArenaNet hat bisher Menschen, Asura und Kodan bestätigt. Das vierte Volk wurde noch nicht enthüllt und soll komplett neu für die Reihe sein.
| Spielbares Volk | Status |
| Menschen | bestätigt |
| Asura | bestätigt |
| Kodan | bestätigt |
| Viertes Volk | noch geheim |
Interessant ist vor allem die Formulierung „zum Launch“. ArenaNet scheint bewusst offenzulassen, ob nach der Veröffentlichung weitere Völker folgen könnten. Das wäre ein deutlicher Unterschied zu Guild Wars 2, dessen spielbare Völker seit dem Start unverändert geblieben sind.
Für euch bedeutet das: Die Auswahl zum Start wirkt fokussierter, könnte aber langfristig wachsen. Gerade bei einem MMORPG ist das spannend, weil neue Völker später ganze Erweiterungen, Regionen oder Story-Arcs tragen könnten.
Menschen bleiben der vertrauteste Einstieg
Menschen sind wenig überraschend wieder spielbar. Sie tragen die längste Geschichte innerhalb der Guild-Wars-Reihe. In Guild Wars 1 waren sie das einzige spielbare Volk, in Guild Wars 2 gehörten sie zu den fünf Startoptionen.
In Guild Wars 3 bekommen Menschen aber einen anderen historischen Kontext. Das Spiel ist in Orr angesiedelt und spielt offenbar in einer Zeit, in der die Menschheit noch stärker, zahlreicher und weniger vom späteren Überlebenskampf gegen die Charr geprägt ist.
Das könnte die Darstellung deutlich verändern. Statt einer geschwächten Zivilisation, die ständig um ihre Stellung in Tyria kämpft, könnten wir Menschen in einer Phase erleben, in der ihre Kultur, Religion und Macht in Orr noch selbstbewusster auftreten.
Gerade für langjährige Fans dürfte das reizvoll sein. Ihr bekommt nicht nur ein bekanntes Volk zurück, sondern womöglich einen Blick auf eine menschliche Gesellschaft, die in Guild Wars bisher eher aus Ruinen, Legenden und Rückblicken bekannt war.
Asura kehren in ein magischeres Orr zurück
Auch die Asura sind wieder dabei. Die kleinen, hochintelligenten Magie-Ingenieure wurden in Guild Wars 2 als spielbares Volk eingeführt und gehören seitdem zu den markantesten Kulturen der Reihe.
Spannend wird ihre Rolle in Guild Wars 3 vor allem deshalb, weil ArenaNet Orr als deutlich stärkeres High-Fantasy-Setting beschreibt. Guild Wars 2 verband die Asura oft mit Magitech, Portalen, Golems und technologisch anmutender Magie. Wenn Guild Wars 3 stärker auf klassische Fantasy, alte Magie und die Verbindung zwischen Land, Geschichte und Kreaturen setzt, könnte das die Asura neu einordnen.
Das muss kein Nachteil sein. Im Gegenteil: Weniger sichtbare Technik könnte bedeuten, dass ArenaNet ihre wissenschaftliche Denkweise stärker über Magie, Forschung und Weltverständnis erzählt. Asura könnten in Orr weniger wie futuristische Erfinder wirken und mehr wie brillante Gelehrte, die versuchen, ein uraltes magisches Land zu begreifen.
Genau solche Lore-Verschiebungen sind wichtig, wenn eine Fortsetzung nicht nur bekanntes Material wiederholen will. Bereits bei Guild Wars 3 offiziell angekündigt: Beta für Herbst 2027 bestätigt wurde deutlich, dass ArenaNet den nächsten Teil nicht bloß als weiteres Update zu Guild Wars 2 positionieren möchte.
Kodan werden erstmals spielbar
Die wohl spannendste bestätigte Neuerung sind die Kodan. Die bärenartigen Bewohner Tyrias waren in Guild Wars 2 bereits als NPCs bekannt, besonders aus den Shiverpeaks. Außerdem tauchten sie in späteren Story-Zusammenhängen rund um die Tyrian Alliance, Janthir Wilds und andere wichtige Ereignisse auf.
In Guild Wars 3 werden sie nun erstmals spielbar. Das ist ein großer Schritt, weil die Kodan schon lange eine starke kulturelle Identität besitzen, aber bisher nie aus Spielerperspektive erlebt werden konnten.
Orr soll als magisches Land eng mit seiner Tierwelt und Geografie verbunden sein. Genau deshalb könnten die Kodan dort besonders gut funktionieren. Ihre Verbindung zu Natur, Spiritualität und Gemeinschaft könnte einen deutlich anderen Blick auf den Kontinent eröffnen als Menschen oder Asura.
Für viele Fans dürfte das neue spielbare Volk einer der stärksten Gründe sein, Guild Wars 3 auszuprobieren. Die Kodan bringen Wiedererkennungswert mit, fühlen sich aber trotzdem frisch an.
Das vierte Volk bleibt das große Geheimnis
Das vierte spielbare Volk ist bisher nicht benannt. ArenaNet beschreibt es als vollständig neu für die Franchise. Seine Geschichte soll tief mit Orrs Vergangenheit verbunden sein, aber im Laufe der Zeit verloren gegangen sein.
Das klingt nach klassischer Guild-Wars-Lore: versunkene Geschichte, alte Zivilisationen, vergessene Magie und ein Volk, das erst nach und nach wieder sichtbar wird. Gerade weil Orr selbst ein Ort voller Tragödie und Mythos ist, könnte dieses neue Volk eine zentrale Rolle in der Hauptgeschichte spielen.
Die Frage ist nun, ob ArenaNet damit eine komplett neue Kultur erschafft oder auf bisher kaum erforschte Lore-Spuren aus älteren Spielen aufbaut. Beides wäre möglich. Wichtig ist nur, dass dieses vierte Volk nicht wie ein reiner Marketing-Trick wirkt, sondern wirklich organisch mit Orr verbunden ist.
Wenn das gelingt, könnte es der wichtigste neue Identitätsbaustein von Guild Wars 3 werden.
Keine spielerischen Vorteile durch Volkswahl
ArenaNet hält an einem Grundprinzip aus Guild Wars 2 fest: Die Wahl eures Volks beeinflusst keine Stats und gibt euch keine mechanischen Vorteile. Es gibt keine Rassenboni, keine stärkeren Werte und keine Pflichtwahl für bestimmte Builds.
Das ist eine wichtige Entscheidung. In MMORPGs kann Volkswahl schnell zur Optimierungsfrage werden, wenn bestimmte Boni zu stark sind. Guild Wars 3 scheint diesen Druck vermeiden zu wollen. Ihr sollt das Volk wählen, das euch erzählerisch, optisch und atmosphärisch am meisten anspricht.
Für Rollenspieler ist das ein Vorteil. Für Build-Tüftler nimmt es eine mögliche Meta-Ebene heraus. Und für neue Spieler ist es angenehm, weil ihr beim ersten Charakter nicht befürchten müsst, euch wegen eines kleinen Bonus langfristig falsch entschieden zu haben.
Weitere Völker nach Launch wirken möglich
Die auffälligste Formulierung im Community-Blog ist „at launch“. ArenaNet nutzt diesen Zusatz offenbar bewusst. Das deutet an, dass die vier Startvölker nicht zwingend die endgültige Grenze sein müssen.
Denkbar wären spätere Erweiterungen, die neue Völker aus entfernten Regionen, Inseln oder bisher weniger bekannten Teilen Tyrias einführen. Für Guild Wars wäre das ein echter Strukturwechsel. Guild Wars 2 blieb bei seinen fünf spielbaren Völkern, auch über große Erweiterungen hinweg.
Ein wachsender Völkerkatalog könnte Guild Wars 3 langfristig flexibler machen. Neue spielbare Kulturen könnten Erweiterungen stärker tragen, neue Startgebiete eröffnen und die Lore dynamischer entwickeln.
Solche großen Identitätsfragen kennt man auch aus anderen Fantasy-RPGs. Bei Fable: Editionen enthüllt mit Early Access und exklusiven Boni ging es ebenfalls darum, wie bekannte Reihen zwischen Tradition, Fan-Erwartung und neuen Einstiegspunkten balancieren müssen.
Fazit
Guild Wars 3 startet mit vier spielbaren Völkern. Menschen, Asura und Kodan sind bestätigt, während das vierte Volk vorerst geheim bleibt und tief mit Orrs verlorener Vergangenheit verbunden sein soll.
Besonders spannend ist die neue Rolle von Orr. Der versunkene Kontinent war lange einer der mystischsten Orte der Reihe. Wenn ArenaNet ihn nun als zentrales High-Fantasy-Setting nutzt, können bekannte Völker wie Menschen und Asura anders wirken als bisher. Die Kodan bringen zudem erstmals eine lange gewünschte neue Spielerperspektive.
Dass die vier Völker ausdrücklich „zum Launch“ bestätigt wurden, macht die Sache noch interessanter. Guild Wars 3 könnte nach Veröffentlichung weitere spielbare Kulturen hinzufügen und damit einen Weg einschlagen, den Guild Wars 2 nie gegangen ist. Für euch als Fans beginnt damit nicht nur die Frage, welches Volk ihr zuerst spielt, sondern welche Teile Tyrias ArenaNet später noch öffnen könnte.