{"id":74917,"date":"2026-02-13T02:59:24","date_gmt":"2026-02-13T02:59:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/?p=74917"},"modified":"2026-02-13T03:00:32","modified_gmt":"2026-02-13T03:00:32","slug":"nioh-3-test","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/news\/reviews\/nioh-3-test\/","title":{"rendered":"Nioh 3 Test: Mein Weg zwischen Klinge, Ki und Kontrolle"},"content":{"rendered":"\n
Als ich f\u00fcr unseren Nioh 3<\/em> Test das Spiel starte, hatte ich sofort dieses vertraute Gef\u00fchl zur\u00fcck. Schon die ersten Minuten machten klar, dass Nioh 3<\/em> von dir Aufmerksamkeit, Lernbereitschaft und Geduld verlangt. Gleichzeitig sp\u00fcrte ich aber auch sofort, dass sich etwas ver\u00e4ndert hat. Dieses Mal geht es nicht nur darum, lineare Level zu meistern. Es geht darum, deinen eigenen Weg durch eine gef\u00e4hrliche, offene Welt zu finden.<\/p>\n\n\n\n Und genau hier beginnt die gr\u00f6\u00dfte St\u00e4rke von Nioh 3<\/em>: Es ist komplexer, freier und tiefer als seine Vorg\u00e4nger, aber auch fordernder, wenn du versuchst, es wie ein gew\u00f6hnliches Soulslike zu spielen.<\/p>\n\n\n\n Seien wir ehrlich: Die ersten Stunden sind hart. Nicht nur wegen der Gegner, sondern wegen der Systeme. Waffenarten, Haltungen, Ki-Management, Skilltrees, zwei Kampfstile (Samurai und Ninja), Ausr\u00fcstungseffekte, Yokai-F\u00e4higkeiten \u2013 Nioh 3<\/em> wirft dir alles relativ fr\u00fch vor die F\u00fc\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n Mein wichtigster Tipp, den ich mir selbst h\u00e4tte fr\u00fcher geben sollen: Versuche nicht, alles sofort zu verstehen.<\/strong> Konzentriere dich am Anfang auf eine Waffenart und einen Kampfstil. Ich habe gemerkt, dass der Samurai-Stil f\u00fcr den Einstieg deutlich verzeihender ist. Er ist langsamer, aber kontrollierter und verzeiht kleine Fehler eher als der extrem schnelle Ninja-Stil.<\/p>\n\n\n\n Wenn du dich zu fr\u00fch zwischen beiden Stilen hin- und herwirfst, verlierst du schnell den \u00dcberblick und stirbst h\u00e4ufiger, als n\u00f6tig w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n Das Herz von Nioh 3<\/em> ist ohne Frage das Kampfsystem. Es ist eines der besten, die das Genre aktuell zu bieten hat. Jeder Kampf f\u00fchlt sich wie ein Tanz an: Angriff, Block, Ausweichen, Ki-Puls, Gegenangriff. Wenn du beginnst, diesen Rhythmus zu verstehen, ver\u00e4ndert sich das Spiel komplett.<\/p>\n\n\n\n Ein Tipp, der mir enorm geholfen hat: \u00dcbe bewusst den Ki-Puls<\/strong>, statt ihn nebenbei mitzunehmen. Viele K\u00e4mpfe werden erst dann kontrollierbar, wenn du lernst, dein Ki aktiv zur\u00fcckzuholen und nicht einfach nur auf Ausdauer zu hoffen. Gerade bei Bossen entscheidet gutes Ki-Management dar\u00fcber, ob du souver\u00e4n k\u00e4mpfst oder panisch ausweichst.<\/p>\n\n\n\n Der Wechsel zwischen Samurai- und Ninja-Stil ist eine der spannendsten Neuerungen. Der Ninja-Stil ist extrem schnell, aggressiv und belohnt pr\u00e4zises Timing, aber er bestraft Fehler gnadenlos. Ich habe ihn erst sp\u00e4ter intensiv genutzt, als ich die Grundlagen wirklich verinnerlicht hatte. Dann allerdings f\u00fchlt sich der Stilwechsel fast wie ein taktischer Trumpf an, mit dem du K\u00e4mpfe neu strukturieren kannst.<\/p>\n\n\n\n Nioh 3<\/em> verabschiedet sich vom streng linearen Missionsdesign fr\u00fcherer Teile und setzt auf gro\u00dfe, offene Gebiete mit klaren Schwerpunkten. Du kannst Umwege gehen, optionale Bosse finden oder dich bewusst st\u00e4rkeren Gegnern stellen, um bessere Beute zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n Mein Rat hier: Hab keine Angst davor, auch mal umzukehren.<\/strong> Das Spiel erwartet nicht, dass du jeden Gegner sofort besiegst. Manchmal ist es kl\u00fcger, einen Bereich sp\u00e4ter anzugehen, wenn du besser ausger\u00fcstet bist oder neue F\u00e4higkeiten freigeschaltet hast. Diese Freiheit f\u00fchlt sich gut an, solange du sie nicht mit Frust verwechselst.<\/p>\n\n\n\n Was mir besonders gefallen hat: Trotz der Offenheit wirken die Gebiete nie leer. \u00dcberall gibt es kleine Herausforderungen, Abk\u00fcrzungen oder gef\u00e4hrliche Gegnergruppen, die dich zwingen, taktisch zu denken. Wer blind hinein rennt, stirbt schnell.<\/p>\n\n\n\n Ein h\u00e4ufiger Kritikpunkt, den ich absolut nachvollziehen kann, ist die schiere Menge an Loot. Nioh 3<\/em> \u00fcbersch\u00fcttet dich regelrecht mit Waffen und R\u00fcstung. Am Anfang habe ich versucht, alles zu vergleichen \u2013 ein Fehler.<\/p>\n\n\n\n Mein ehrlicher Tipp: Ignoriere Feintuning in den ersten 15-20 Stunden. <\/strong>Nimm einfach Ausr\u00fcstung mit h\u00f6herem Level, achte grob auf Boni, die zu deinem Spielstil passen, und zerlege oder verkaufe den Rest. Erst sp\u00e4ter, wenn du wei\u00dft, welche Waffenart und welcher Stil dir wirklich liegt, lohnt es sich, Builds gezielt zu optimieren.<\/p>\n\n\n\n Das Spiel wird dadurch deutlich entspannter und du sparst dir unz\u00e4hlige Minuten im Inventar.<\/p>\n\n\n\n Nioh 3<\/em> ist schwer, daran gibt es keinen Zweifel. Aber es ist selten unfair. Jeder Tod l\u00e4sst sich meist auf einen Fehler zur\u00fcckf\u00fchren: zu gierig, falsches Timing, Ki leer, Gegner untersch\u00e4tzt. Genau das macht das Spiel so befriedigend.<\/p>\n\n\n\n Bossk\u00e4mpfe sind intensiv und verlangen Konzentration. Manche ziehen sich etwas, weil die Lebenspunkte hoch sind, aber sie zwingen dich dazu, die Mechaniken wirklich zu nutzen, nicht nur Ausweichen und Zuschlagen. Wenn du merkst, dass ein Boss dich st\u00e4ndig \u00fcberrollt, lohnt es sich oft, nicht st\u00e4rker zu grinden<\/strong>, sondern deine Spielweise zu hinterfragen.<\/p>\n\n\n\n Grafisch ist Nioh 3<\/em> kein Vorzeigetitel. Die Umgebungen sind atmosph\u00e4risch, aber technisch nicht auf absolutem Top-Niveau. Animationen wiederholen sich, Effekte sind funktional statt spektakul\u00e4r. F\u00fcr mich ist das aber zweitrangig, denn die Spielmechanik tr\u00e4gt das Erlebnis komplett.<\/p>\n\n\n\n Die Performance ist gr\u00f6\u00dftenteils stabil, auch wenn es vereinzelt kleinere Schw\u00e4chen geben kann. Nichts, was den Spielfluss ernsthaft zerst\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n Im direkten Vergleich f\u00fchlt sich Nioh 3<\/em> wie eine konsequente Weiterentwicklung<\/strong> von Nioh 2<\/em> an, nicht wie ein kompletter Neuanfang. Das Grundger\u00fcst \u2013 pr\u00e4ziser Kampf, Ki-Management, hohe Schwierigkeit \u2013 ist vertraut, wird aber deutlich erweitert.<\/p>\n\n\n\n Der gr\u00f6\u00dfte Unterschied liegt in der Struktur der Spielwelt<\/strong>. W\u00e4hrend Nioh 2<\/em> stark auf klar abgegrenzte Missionen setzte, \u00f6ffnet Nioh 3<\/em> seine Areale sp\u00fcrbar. Du hast mehr Freiheit, mehr optionale Herausforderungen und mehr M\u00f6glichkeiten, deinen eigenen Weg zu gehen. Das sorgt f\u00fcr ein st\u00e4rkeres Abenteuergef\u00fchl, kann aber auch \u00fcberfordern, wenn du die straffe F\u00fchrung aus Teil 2 mochtest.<\/p>\n\n\n\n Spielerisch ist Nioh 3<\/em> komplexer<\/strong>. Der neue Wechsel zwischen Samurai- und Ninja-Stil bringt zus\u00e4tzliche taktische Tiefe, verlangt aber auch mehr Lernbereitschaft. Nioh 2<\/em> war direkter und schneller zug\u00e4nglich, w\u00e4hrend Nioh 3<\/em> langfristig mehr M\u00f6glichkeiten bietet \u2013 auf Kosten eines h\u00e4rteren Einstiegs.<\/p>\n\n\n\n Unterm Strich gilt: Nioh 2<\/strong> ist runder, fokussierter und zug\u00e4nglicher. Nioh 3<\/strong> ist gr\u00f6\u00dfer, ambitionierter und spielerisch tiefer.<\/p>\n\n\n\n Wenn du Teil 2 gemeistert hast und mehr willst, ist Nioh 3<\/em> der logische n\u00e4chste Schritt. Wenn du neu einsteigst, brauchst du deutlich mehr Geduld, wirst daf\u00fcr aber auch st\u00e4rker belohnt.<\/p>\n\n\n\n Wie unser Nioh 3 Test gezeigt hat, ist Nioh 3<\/em> kein Spiel, das du nebenbei spielst. Es verlangt Aufmerksamkeit, Lernbereitschaft und die Bereitschaft, Fehler zu machen. Wenn du dich darauf einl\u00e4sst, bekommst du eines der tiefsten und befriedigendsten Action-RPGs der letzten Jahre.<\/p>\n\n\n\n Es ist gr\u00f6\u00dfer, komplexer und freier als seine Vorg\u00e4nger, manchmal vielleicht sogar etwas zu \u00fcberladen. Aber genau diese Kompromisslosigkeit macht seinen Reiz aus. Nioh 3<\/em> will, dass du besser wirst. Nicht dein Charakter \u2013 du<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n Wenn du Soulslikes liebst, die dich fordern und belohnen, wirst du hier viele gro\u00dfartige Momente erleben. Wenn du hingegen ein entspanntes Abenteuer suchst, ist das hier vermutlich nicht dein Spiel.<\/p>\n\n\n\n Erscheinungsdatum<\/strong>: 6.2.2026<\/p>\n\n\n\n Plattformen<\/strong>: PS5, PC (via Steam)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":851973,"featured_media":74920,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[781,896],"tags":[],"news-type":[775],"keyword":[],"class_list":["post-74917","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-pc-rezensionen","category-playstation-rezensionen","news-type-reviews"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74917","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/851973"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=74917"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74917\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":74924,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74917\/revisions\/74924"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/74920"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=74917"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=74917"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=74917"},{"taxonomy":"news-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news-type?post=74917"},{"taxonomy":"keyword","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/keyword?post=74917"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}Erste Stunden: \u00dcberforderung geh\u00f6rt zum Design<\/h2>\n\n\n\n
Das Kampfsystem: Tiefe, die sich erarbeitet werden will<\/h2>\n\n\n\n
<\/figure>\n\n\n\nDie Welt: Offen, aber nicht beliebig<\/h2>\n\n\n\n
<\/figure>\n\n\n\nLoot, Ausr\u00fcstung und Builds: Weniger ist mehr<\/h2>\n\n\n\n
Schwierigkeit: Hart, aber fair<\/h2>\n\n\n\n
<\/figure>\n\n\n\nTechnik und Pr\u00e4sentation: Zweckm\u00e4\u00dfig statt spektakul\u00e4r<\/h2>\n\n\n\n
Kurzer Vergleich: Nioh 3 vs. Nioh 2<\/h2>\n\n\n\n
Nioh 3 Test auf GamesHub: Mein Fazit<\/h2>\n\n\n\n
Nioh 3 Test \u2013 Meine Bewertung: 4,4 \/ 5 Sterne<\/strong>
Ein herausragendes Action-RPG mit enormer spielerischer Tiefe, kleinen Schw\u00e4chen bei \u00dcbersicht und Loot-Management, aber einem der besten Kampfsysteme des Genres.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/div><\/figure>\n\n\n\nPro<\/strong><\/td> Con<\/strong><\/td><\/tr> Extrem tiefes, pr\u00e4zises Kampfsystem<\/td> Sehr komplexer Einstieg, der \u00fcberfordern kann<\/td><\/tr> Zwei klar unterscheidbare Spielstile (Samurai & Ninja)<\/td> Zu viel Loot und Inventarverwaltung<\/td><\/tr> Offene, gut designte Spielwelt mit sinnvoller Freiheit<\/td> Technik und Grafik nicht auf absolutem Top-Niveau<\/td><\/tr> Hoher Anspruch, aber fairer Schwierigkeitsgrad<\/td> Men\u00fcs und Systeme teils unn\u00f6tig verschachtelt<\/td><\/tr> Enormer Umfang und Wiederspielwert<\/td> <\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/div><\/figure>\n\n\n\n