{"id":74186,"date":"2026-02-02T13:27:05","date_gmt":"2026-02-02T13:27:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/?p=74186"},"modified":"2026-02-02T13:27:06","modified_gmt":"2026-02-02T13:27:06","slug":"escape-from-ever-after","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/news\/reviews\/escape-from-ever-after\/","title":{"rendered":"Escape from Ever After Rezension: Ein m\u00e4rchenhaftes RPG"},"content":{"rendered":"\n

Ich muss einfach ehrlich sein: Escape from Ever After<\/em> ist genau die Art von Spiel, bei der ich von Anfang an leichte Beute bin. Vielleicht geht es euch \u00e4hnlich. Ein Indie RPG mit knalligen Farben, charmanter Selbstironie, einer verspielten Geschichte und einem Kampfsystem, das mehr verlangt als blo\u00dfes Kn\u00f6pfedr\u00fccken? Her damit. In einer Branche, die von AAA Releases dominiert wird, fliegt ein Spiel wie dieses leicht unter dem Radar. Umso sch\u00f6ner ist es, wenn man merkt, wieviel Herzblut hier drinsteckt.<\/p>\n\n\n\n

Escape from Ever After<\/em> erz\u00e4hlt keine \u00fcberambitionierte, weltbewegende Geschichte, sondern setzt auf Witz, Kreativit\u00e4t und Zug\u00e4nglichkeit. Das Ergebnis ist ein Abenteuer, das ihr problemlos genie\u00dfen k\u00f6nnt. Egal ob ihr mit klassischen RPGs aufgewachsen seid oder einfach Lust auf etwas Leichtes, Cleveres habt. <\/p>\n\n\n\n

Es hat mich auch \u00fcberrascht, dass trotz seiner lockeren Pr\u00e4sentation das Spiel sich spielerisch ernst nimmt. Es fordert euch, ohne zu \u00fcberfordern, und bleibt dabei durchgehend sympathisch. Aus diesem Grund ist es eines dieser Spiele, bei denen man merkt, dass sie genau wissen, was sie sein wollen \u2013 und das auch konsequent durchziehen.<\/p>\n\n\n\n

Erste Schritte im M\u00e4rchenb\u00fcro<\/h2>\n\n\n\n
\"Escape<\/figure>\n\n\n\n

Schon in den ersten Minuten hatte Escape from Ever After<\/em> mich fest im Griff. Was zun\u00e4chst wie ein klassisches M\u00e4rchenabenteuer beginnt, und zwar ein tapferer Held auf dem Weg zum Drachen, wird beinahe sofort auf den Kopf gestellt. Statt eines epischen Kampfes erwartet euch ein Empfangsschalter, Formulare und die Erkenntnis, dass ein Konzern namens Ever After Inc. gerade dabei ist, s\u00e4mtliche M\u00e4rchenwelten zu privatisieren. Dieser Bruch mit den Erwartungen ist nicht nur witzig, sondern gibt direkt die Richtung f\u00fcr den gesamten Ton des Spiels vor.<\/p>\n\n\n\n

Mein erster Eindruck war vor allem eines: verspielt, aber erstaunlich durchdacht. Die Dialoge treffen genau die richtige Balance zwischen albern und clever, und ich musste mehr als einmal schmunzeln, ohne dass der Humor jemals aufgesetzt wirkte. Gleichzeitig f\u00fchlte sich das Spiel sofort vertraut an. Wer schon einmal ein rundenbasiertes RPG gespielt hat, findet sich schnell zurecht, w\u00e4hrend die zeitbasierten Eingaben im Kampf fr\u00fch signalisieren, dass hier mehr Aufmerksamkeit gefragt ist als blo\u00dfes Ausw\u00e4hlen von Befehlen.<\/p>\n\n\n\n

Auch die Pr\u00e4sentation tr\u00e4gt viel zu diesem gelungenen Einstieg bei. Die farbenfrohen Welten, die klaren Charakterdesigns und der lebhafte Soundtrack vermitteln sofort die richtige Abenteuer Action. Ich hatte von Beginn an Lust, weiterzuspielen, neue Charaktere kennenzulernen und zu sehen, welche bekannten M\u00e4rchen als N\u00e4chstes auf den Kopf gestellt werden. Escape from Ever After<\/em> schafft es, euch innerhalb k\u00fcrzester Zeit willkommen zu hei\u00dfen und gleichzeitig neugierig zu machen.<\/p>\n\n\n\n

Humor, Tonfall und warum man hier gern bleibt<\/h2>\n\n\n\n

Was Escape from Ever After<\/em> so m\u00fchelos tr\u00e4gt, ist sein bemerkenswert sicherer Ton. Der Humor ist allgegenw\u00e4rtig, aber nie aufdringlich. Statt plumper Gags setzt das Spiel auf Wortwitz, Situationskomik und absurde Kontraste. Etwa wenn m\u00e4rchenhafte Helden pl\u00f6tzlich in Gro\u00dfraumb\u00fcros landen oder Drachen zu widerwilligen Kollegen werden. Das funktioniert, weil das Spiel seine Welt ernst nimmt, auch wenn sie sich selbst nicht zu ernst nimmt.<\/p>\n\n\n\n

\"Escape<\/figure>\n\n\n\n

Besonders stark ist, wie sanft der Humor mit ernsteren Themen verwoben wird. Hinter den Witzen \u00fcber Konzernstrukturen, Ressourcen-Ausbeutung und Karrierestufen schimmern Fragen nach Zugeh\u00f6rigkeit, Selbstbestimmung und Empathie durch. Das Spiel predigt nicht, sondern l\u00e4chelt. Dadurch bleiben diese Momente h\u00e4ngen. Dialoge sind kurz, pointiert und tragen viel Charakter, ohne euch mit Text zu \u00fcberladen.<\/p>\n\n\n\n

Auch die Pr\u00e4sentation unterst\u00fctzt diesen Ton perfekt. Die lebhaften Animationen, die klare Bildsprache und der beschwingte, jazzige Soundtrack halten die Stimmung leicht, selbst wenn K\u00e4mpfe anspruchsvoller werden oder R\u00e4tsel kurz ins Gr\u00fcbeln bringen. Nichts wirkt zynisch oder sarkastisch, sondern warmherzig und einladend.<\/p>\n\n\n\n

Das Ergebnis ist eine Welt, in der man sich gern aufh\u00e4lt. Escape from Ever After<\/em> schafft es, euch zum Lachen zu bringen, ohne albern zu sein, und nachdenklich zu stimmen, ohne schwer zu wirken. Dieser Balanceakt ist selten und immer einer der Hauptgr\u00fcnde, warum man immer noch \u201eeine Quest mehr\u201c spielen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n

Kampf, Timing und warum sich jede Runde aktiv anf\u00fchlt<\/h2>\n\n\n\n

Sp\u00e4testens nach den ersten richtigen Gefechten wird klar, worauf Escape from Ever After<\/em> spielerisch seinen Fokus legt. Das rundenbasierte Kampfsystem ist eindeutig vom Paper Mario<\/em> Stil inspiriert, f\u00fchlt sich aber alles andere als passiv an. <\/p>\n\n\n\n

Jede Aktion verlangt eure Aufmerksamkeit. Angriffe werden durch gut getimte Button Eingaben verst\u00e4rkt, Verteidigung lebt von pr\u00e4zisen Reaktionen, und selbst einfache Z\u00fcge k\u00f6nnen durch Timing deutlich effektiver werden. Dadurch entsteht ein angenehmer Spielfluss, bei dem ihr euch st\u00e4ndig beteiligt f\u00fchlt, statt nur Men\u00fcs abzuarbeiten.<\/p>\n\n\n\n

Besonders gelungen ist die Vielfalt der F\u00e4higkeiten. Jeder Charakter bringt eigene Mechaniken mit, die weit \u00fcber blo\u00dfe Schadenswerte hinausgehen. Ob ihr Schilde gezielt entfernt, Gegner entwaffnet oder bestimmte Angriffe durch kleine Minispiele verst\u00e4rkt: K\u00e4mpfe entwickeln sich schnell zu taktischen Puzzles. Gegner Formationen, Flugfeinde oder stachelige Kreaturen zwingen euch dazu, eure Herangehensweise regelm\u00e4\u00dfig anzupassen. Einfach dieselbe Strategie zu wiederholen, funktioniert selten lange.<\/p>\n\n\n\n

Hinzu kommt ein cleveres Ressourcenmanagement. Heilung ist begrenzt, MP bleibt verbraucht, und Heilstationen kosten Geld. Das sorgt daf\u00fcr, dass l\u00e4ngere Abschnitte sp\u00fcrbar an Spannung gewinnen und K\u00e4mpfe Gewicht bekommen. Besonders in Bossk\u00e4mpfen m\u00fcsst ihr eure F\u00e4higkeiten beherrschen, Synergien ausnutzen und eure Aktionen planen.<\/p>\n\n\n\n

Was mir dabei besonders gefallen hat ist, dass der Schwierigkeitsgrad sich fordernd, aber fair anf\u00fchlt. Und falls euch die Pr\u00e4zision irgendwann \u00fcberfordert, bieten Zug\u00e4nglichkeitsoptionen die M\u00f6glichkeit, Timing Elemente zu vereinfachen. Escape from Ever After<\/em> verlangt Aufmerksamkeit, aber es belohnt sie konsequent mit einem der unterhaltsamsten Kampfsysteme, die das Genre aktuell zu bieten hat.<\/p>\n\n\n\n

Erkunden, r\u00e4tseln und der Reiz der M\u00e4rchenwelten<\/h2>\n\n\n\n
\"Escape<\/figure>\n\n\n\n

Abseits der K\u00e4mpfe entfaltet Escape from Ever After<\/em> seine zweite gro\u00dfe St\u00e4rke: die Erkundung. Die Spielwelt ist zwar dreidimensional aufgebaut, arbeitet aber bewusst mit flachen Ebenen und 2D Elementen, was ihr einen klaren, fast b\u00fchnenartigen Charakter verleiht. Das passt perfekt zu den M\u00e4rchenkulissen und sorgt daf\u00fcr, dass ihr euch schnell orientieren k\u00f6nnt\u2026 selbst wenn st\u00e4ndig neue Wege und Geheimnisse locken.<\/p>\n\n\n\n

Jede Welt greift bekannte Geschichten auf und verdreht sie mit einem augenzwinkernden Corporate Twist. Egal ob ihr bei den drei kleinen Schweinchen landet oder euch in deutlich d\u00fcstere Gefilde vorwagt, die Abwechslung bleibt konstant hoch. <\/p>\n\n\n\n

Neue Teammitglieder bringen F\u00e4higkeiten mit, die nicht nur im Kampf, sondern auch in der Umgebung eingesetzt werden: Feuer entz\u00fcnden, Musik spielen, Pflanzen wachsen lassen oder bizarre Umwelteffekte ausl\u00f6sen. Viele R\u00e4tsel sind so gestaltet, dass ihr diese F\u00e4higkeiten kombinieren m\u00fcsst, was sie befriedigend, aber nie unfair macht.<\/p>\n\n\n\n

Besonders gefallen hat mir, wie sehr das Spiel Neugier belohnt. Versteckte Items liegen oft nur knapp au\u00dferhalb der Hauptwege, clever verdeckt oder hinter kleinen Denksportaufgaben verborgen. Gleichzeitig zwingt euch Escape from Ever After<\/em> selten zum Backtracking Frust, da Teleportpunkte sinnvoll gesetzt sind. Das Ergebnis ist ein Entdeckungsdrang, der bis zum Ende anh\u00e4lt und daf\u00fcr sorgt, dass ihr nicht einfach von Questmarker zu Questmarker lauft, sondern die Welt wirklich erleben wollt.<\/p>\n\n\n\n

Fortschritt, Nebeninhalte und warum das Spiel euch atmen l\u00e4sst<\/h2>\n\n\n\n

Ein Aspekt, den Escape from Ever After<\/em> besonders gut beherrscht, ist sein Umgang mit Fortschritt und optionalem Inhalt. Das Spiel hetzt euch nicht von Storypunkt zu Storypunkt, sondern l\u00e4sst euch selbst entscheiden, wie intensiv ihr euch mit seiner Welt besch\u00e4ftigen m\u00f6chtet. Neben der Hauptgeschichte warten zahlreiche Nebenaufgaben, die oft genauso liebevoll geschrieben sind wie die Kernmissionen. Ob kleine Quizformate im B\u00fcro, absurde Boteng\u00e4nge oder optionale Herausforderungen \u2013 nichts davon f\u00fchlt sich wie reine F\u00fcllarbeit an.<\/p>\n\n\n\n

Auch das Fortschrittssystem ist angenehm \u00fcberschaubar. Eure gesamte Gruppe levelt gemeinsam auf, und bei jedem Stufenanstieg entscheidet ihr, ob ihr mehr Lebenspunkte, Mocha Points oder zus\u00e4tzliche Trinket Slots wollt. Gerade Letzteres er\u00f6ffnet viel Platz f\u00fcr Individualisierung, da Trinkets neue F\u00e4higkeiten, passive Boni oder spielver\u00e4ndernde Effekte freischalten. Es macht Spa\u00df, Builds auszuprobieren und die Gruppe an kommende Herausforderungen anzupassen, ohne dabei in komplexen Men\u00fcs zu versinken.<\/p>\n\n\n\n

Positiv aufgefallen ist mir zudem, wie zug\u00e4nglich das Spiel bleibt. Schwierigkeitseinstellungen, Automatisierung von Timing Eingaben und klare Men\u00fcs sorgen daf\u00fcr, dass ihr Escape from Ever After<\/em> an eure Bed\u00fcrfnisse anpassen k\u00f6nnt. Gleichzeitig verliert es nie seinen Anspruch. Das Ergebnis ist ein RPG, das euch fordert, ohne euch zu erdr\u00fccken. Gleichzeitig gibt es euch auch genug Luft, um die Reise in eurem eigenen Tempo zu genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n

Zwischen Nostalgie und Eigenst\u00e4ndigkeit<\/h2>\n\n\n\n

Bei Escape from Ever After<\/em> kam bei mir immer wieder ein Gef\u00fchl von wohliger Nostalgie auf. Allerdings ohne, dass das Spiel jemals wie eine blo\u00dfe Kopie wirkt. Die Parallelen zu klassischen Paper Mario<\/em> Titeln sind unverkennbar. Rundenbasierte K\u00e4mpfe mit Timing Elementen, charmante Charaktere, klare Men\u00fcs und ein Fokus auf Humor. Doch Escape from Ever After<\/em> nutzt diese bekannten Bausteine eher als Fundament denn als Kr\u00fccke.<\/p>\n\n\n\n

\"Escape<\/figure>\n\n\n\n

Was das Spieldesign so gelungen macht, ist seine Konsequenz. Alle Systeme greifen sauber ineinander und sind leicht verst\u00e4ndlich, ohne banal zu wirken. Neue Mechaniken werden schrittweise eingef\u00fchrt, sodass ihr euch nie erschlagen f\u00fchlt. Gleichzeitig bleibt das Spiel flexibel genug, um verschiedene Spielstile zuzulassen. Ob ihr euch st\u00e4rker auf offensive Trinket Builds konzentriert oder lieber defensiv spielt, bleibt euch \u00fcberlassen.<\/p>\n\n\n\n

Im Vergleich zu vielen modernen RPGs verzichtet Escape from Ever After<\/em> bewusst auf unn\u00f6tige Komplexit\u00e4t. Es gibt keine \u00fcberladenen Skillb\u00e4ume oder endlosen Zahlenkolonnen. Stattdessen liegt der Fokus auf Entscheidungen im Moment: Wann blocke ich? Welche F\u00e4higkeit nutze ich jetzt? Tausche ich den Charakter oder gehe ich ins Risiko?<\/p>\n\n\n\n

Gerade dadurch unterscheidet sich das Spiel positiv von Genre Kollegen. Es erinnert an die goldene RPG \u00c4ra, f\u00fchlt sich aber modern und zug\u00e4nglich an. Escape from Ever After<\/em> versteht seine Vorbilder und hat gleichzeitig genug Selbstvertrauen, seinen eigenen Ton zu treffen.<\/p>\n\n\n\n

Kleine Stolpersteine im sonst so runden Abenteuer<\/h2>\n\n\n\n
\"Escape<\/figure>\n\n\n\n

Ganz ohne Reibungspunkte kommt das Abenteuer aber nicht aus. Einer der auff\u00e4lligsten Kritikpunkte ist das Pacing. Einige Abschnitte ziehen sich sp\u00fcrbar l\u00e4nger, als es n\u00f6tig w\u00e4re. Besonders dann, wenn mehrere K\u00e4mpfe hintereinander stattfinden und Heilungsm\u00f6glichkeiten rar ges\u00e4t sind. In diesen Momenten f\u00fchlt sich der Fortschritt weniger wie Spannung und mehr wie ein Ausdauertest an.<\/p>\n\n\n\n

Auch im Kampf gibt es vereinzelt kleine Frustmomente. Nicht jede Attacke l\u00e4sst sich intuitiv blocken, was bestimmte Gegnertypen unn\u00f6tig z\u00e4h macht. Gerade wenn mehrere Feinde mit ungew\u00f6hnlichen Formationen auftreten, kann das Timing eher verwirren als fordern. Hinzu kommt, dass sich manche Gegnergruppen im sp\u00e4teren Spielverlauf h\u00e4ufiger wiederholen, was dem ansonsten hohen Abwechslungsgrad kurzzeitig etwas Wind aus den Segeln nimmt.<\/p>\n\n\n\n

Abseits davon sind es eher Detailfragen. Die Tiefenwahrnehmung in der Spielwelt ist nicht immer optimal, wodurch Spr\u00fcnge gelegentlich daneben gehen, obwohl sie richtig eingesch\u00e4tzt wirkten. Eine deutlichere Schattendarstellung h\u00e4tte hier geholfen. Au\u00dferdem merkt man stellenweise, wie stark sich Escape from Ever After<\/em> an seinen Vorbildern orientiert. Wer mit klassischen Paper Mario<\/em> Systemen wenig anfangen kann, wird einige Mechaniken als zu vertraut empfinden.<\/p>\n\n\n\n

All das sind keine gravierenden Designfehler, aber genau die kleinen Kanten, die man in einem ansonsten so liebevoll gestalteten Spiel umso deutlicher wahrnimmt.<\/p>\n\n\n\n

Kurz vor dem Abspann<\/h2>\n\n\n\n

Je n\u00e4her Escape from Ever After<\/em> seinem Ende kommt, desto deutlicher wird, wie gut seine einzelnen Bausteine ineinander greifen. Das Spiel verl\u00e4sst sich nicht auf einen einzelnen gro\u00dfen Twist oder ein spektakul\u00e4res Finale, sondern auf die Summe seiner Teile: ein durchgehend stimmiger Ton, ein Kampfsystem, das Aufmerksamkeit belohnt, und Welten, die neugierig machen, ohne euch zu \u00fcberfordern. F\u00fcr mich war es genau diese Konstanz, die das Abenteuer getragen hat. Selbst in Momenten, in denen das Pacing kurzzeitig schw\u00e4chelte.<\/p>\n\n\n\n

Escape from Ever After<\/em> wei\u00df, wann es euch fordern muss und wann es euch einfach spielen l\u00e4sst. Es respektiert eure Zeit, indem es Optionen bietet. Denn Nebeninhalte sind reichlich vorhanden, aber nie Pflicht. Schwierigkeit und Zug\u00e4nglichkeit lassen sich anpassen, ohne dass das Spiel an Identit\u00e4t verliert. Gleichzeitig bleibt es thematisch klar, da hinter dem Humor und den bunten M\u00e4rchenkulissen eine Geschichte \u00fcber Kontrolle, Zugeh\u00f6rigkeit und den absurden Umgang mit Macht steckt.<\/p>\n\n\n\n

Nat\u00fcrlich gibt es Ecken, an denen man feilen k\u00f6nnte. L\u00e4ngere Abschnitte, kleinere Frustmomente im Kampf, ein paar Komfortfunktionen mehr. Doch nichts davon tr\u00fcbt den Gesamteindruck entscheidend. Stattdessen bleibt das Gef\u00fchl, ein rundes, mit Liebe gemachtes RPG erlebt zu haben, das genau wei\u00df, was es sein will. Alles ist vorbereitet f\u00fcr ein Fazit, das vor allem eines festh\u00e4lt: Dieses Spiel hat Substanz hinter seinem L\u00e4cheln.<\/p>\n\n\n\n

Fazit<\/h2>\n\n\n\n

Escape from Ever After<\/em> ist eines dieser Spiele, die man vielleicht untersch\u00e4tzt, und die einen dann umso st\u00e4rker \u00fcberraschen. Hinter der bunten M\u00e4rchen Fassade verbirgt sich ein erstaunlich rundes, clever designtes RPG, das genau wei\u00df, was es sein will. Das Kampfsystem verbindet rundenbasierte Taktik mit aktiver Beteiligung, die Erkundung und R\u00e4tsel sorgen konstant f\u00fcr Abwechslung, und die Vielzahl an Nebeninhalten l\u00e4dt dazu ein, die Welt wirklich kennenzulernen, statt sie nur zu durchqueren.<\/p>\n\n\n\n

Nicht alles ist aber perfekt. Denn einige Abschnitte ziehen sich etwas zu lange, manche K\u00e4mpfe k\u00f6nnen unn\u00f6tig z\u00e4h wirken, und die N\u00e4he zu seinen Vorbildern ist unverkennbar. Doch diese Schw\u00e4chen fallen vor allem deshalb auf, weil der Rest so gut funktioniert. Humor, Musik und Pr\u00e4sentation greifen hervorragend ineinander und schaffen eine Atmosph\u00e4re, in der man sich sofort wohlf\u00fchlt.<\/p>\n\n\n\n

Escape from Ever After <\/em>ist somit kein Spiel, das versucht, das Genre neu zu erfinden. Stattdessen nimmt es bew\u00e4hrte Ideen, poliert sie mit viel Herz und Charme und formt daraus ein Abenteuer, das sowohl Nostalgiker als auch neue RPG Fans begeistert. Wer Lust auf ein cleveres, warmherziges Rollenspiel hat, sollte sich diesen Ausbruch aus dem M\u00e4rchenb\u00fcro nicht entgehen lassen.<\/p>\n\n\n\n

[su_table responsive=“yes“]<\/p>\n\n\n\n

Vorteile<\/strong><\/td>Nachteile<\/strong><\/td><\/tr>
Hervorragendes Kampfsystem:<\/strong> Rundenbasierte K\u00e4mpfe mit Timing Elementen bleiben durchgehend aktiv und motivierend.<\/td>Pacing Schw\u00e4chen:<\/strong> Einige Abschnitte ziehen sich l\u00e4nger als n\u00f6tig.<\/td><\/tr>
Charmanter Humor:<\/strong> Witzige Dialoge und ein sicherer Tonfall sprechen alle Altersgruppen an.<\/td>Gelegentlich frustrierende Gegner:<\/strong> Manche Attacken sind schwer intuitiv zu blocken.<\/td><\/tr>
Kreative M\u00e4rchenwelten:<\/strong> Bekannte Geschichten werden clever neu interpretiert und bleiben abwechslungsreich.<\/td>Starke Anlehnung an Vorbilder:<\/strong> Die N\u00e4he zu Paper Mario<\/em> ist deutlich sp\u00fcrbar.<\/td><\/tr>
Gelungenes Fortschrittssystem:<\/strong> Trinkets und Party Level bieten strategische Freiheit ohne \u00dcberkomplexit\u00e4t.<\/td><\/td><\/tr>
Stimmige Pr\u00e4sentation:<\/strong> Farbenfrohe Optik und ein beschwingter Soundtrack tragen die Atmosph\u00e4re.<\/td><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/div><\/figure>\n\n\n\n

[\/su_table]<\/p>\n\n\n\n

Plattformen:<\/strong> PC, PlayStation 5, PlayStation 4, Xbox Series X\/S, Xbox One, Nintendo Switch<\/p>\n\n\n\n

Entwickler:<\/strong> Sleepy Castle Studio<\/p>\n\n\n\n

Publisher:<\/strong> HypeTrain Digital<\/p>\n\n\n\n

Release-Datum:<\/strong> 23. Januar 2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":851972,"featured_media":74187,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[896],"tags":[],"news-type":[775],"keyword":[],"class_list":["post-74186","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-playstation-rezensionen","news-type-reviews"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74186","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/851972"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=74186"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74186\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":74196,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74186\/revisions\/74196"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/74187"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=74186"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=74186"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=74186"},{"taxonomy":"news-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news-type?post=74186"},{"taxonomy":"keyword","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/keyword?post=74186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}