Bericht der australischen ABC<\/a> zeigt, dass die Realit\u00e4t nicht ganz so glamour\u00f6s ist.<\/p>\n\n\n\nDie Zentralbank der Komoren hat bereits mehrfach vor der Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rde gewarnt. Nach Einsch\u00e4tzung der Zentralbank handelt es sich um fiktive Strukturen, die weder eine physische noch eine rechtliche Existenz in der Union der Komoren<\/strong> haben. Die Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rde von Anjouan existiere demnach rein virtuell und habe keine physische Pr\u00e4senz. Gewisserma\u00dfen werde die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die tats\u00e4chlichen Verh\u00e4ltnisse get\u00e4uscht.<\/p>\n\n\n\nIm Bericht der ABC bringt ein ehemaliger Beamter der Komoren die Situation auf den Punkt, indem er behauptet, dass die Anjouan-Offshore-Strukturen \u201ekeine Realit\u00e4t oder rechtliche Existenz\u201c in der Union h\u00e4tten. Vielmehr existiere das Angebot nur, um Menschen und Unternehmen \u201ezu betr\u00fcgen\u201c<\/strong>.<\/p>\n\n\n\nWie das Anjouan-System wirklich funktioniert<\/h2>\n\n\n\n
Das Gesch\u00e4ftsmodell ist \u00fcberraschend transparent. Unternehmen, die eine Lizenz bei der Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rde von Anjouan beantragen, werden an ein Unternehmen namens Anjouan Corporate Services<\/strong> verwiesen. Dieses Unternehmen bezeichnet sich als \u201eeinziger autorisierter Agent\u201c der Anjouan Offshore Finance Authority (AOFA).<\/p>\n\n\n\nEine Website mit zahlreichen Tippfehlern, sogar in der E-Mail-Adresse, kann wohl als dezenter Hinweis darauf gewertet werden, dass nicht alles so seri\u00f6s und perfekt ist, wie der Dienstleister behauptet<\/strong>. Die angegebene Gesetzesgrundlage stammt aus dem Jahr 2005.<\/p>\n\n\n\nAnjouan Corporate Services listet weder Vorstandsmitglieder noch einen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer auf. Als einzige Person wird ein gewisser \u201eToby S\u201c genannt, der als Berater fungiert und eine Telefonnummer mit der Landesvorwahl der Vereinigten Arabischen Emirate<\/strong> verwendet.<\/p>\n\n\n\nAuf Anfrage der ABC bekundete die \u201eFinanzielle Geheimdienstbeh\u00f6rde der Komoren\u201c, dass Anjouan Corporate Services illegal<\/strong> operiere. Sollte sich das best\u00e4tigen, w\u00e4re es ein handfester Skandal, der Folgen f\u00fcr zahlreiche Lizenzinhaber h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\nDie Millionen-Maschine: Anjouan Licensing Services Inc. im Zentrum<\/h2>\n\n\n\n
Die Recherchen der ABC legen nahe, dass die Anjouan Licensing Services Inc. (ALSI), die 2023 gegr\u00fcndet wurde und nach eigenen Angaben \u00fcber 1.300 Gl\u00fccksspiel-Lizenzen<\/strong> vergeben hat, sogar noch problematischer ist. Bei Lizenzgeb\u00fchren von etwa 17.000 \u20ac k\u00f6nnte das Unternehmen nach Sch\u00e4tzungen der ABC etwa 22 Millionen \u20ac j\u00e4hrlich verdienen. Das alles w\u00fcrde nach Einsch\u00e4tzung der ABC ohne echte Regulierung, ohne Aufsicht und ohne Legitimation erfolgen.<\/p>\n\n\n\nDie ABC-Ermittlungen zeigen zudem, dass es weitere problematische Verbindungen geben k\u00f6nnte. Bei der \u00dcberpr\u00fcfung der Domainregistrierungen tauchten Verkn\u00fcpfungen zu Fast Offshore<\/strong>, einer internationalen Unternehmensberatung, die vom Kanadier Ron Mendelson gef\u00fchrt wird, auf. Mendelson bewirbt Anjouan als kosteng\u00fcnstige Gl\u00fccksspieljurisdiktion.<\/p>\n\n\n\nMendelson hat diverse Artikel ver\u00f6ffentlicht, in denen er die Geschwindigkeit, die niedrigen Geb\u00fchren und die niedrigen Compliance-Anforderungen<\/strong> hervorhebt. Zudem ist Mendelson auf Gl\u00fccksspiel-Konferenzen eine bekannte Figur. Es steht dar\u00fcber hinaus nach Erkenntnissen der ABC in Kontakt mit Personen, die mit Anjouan Corporate Services in Verbindung stehen.<\/p>\n\n\n\nDas schwarze Loch im iGaming: Casinos ohne echte Kontrolle<\/h2>\n\n\n\n
Es ist kein Geheimnis, dass die Anjouan-Lizenz keine hohen Anforderungen an Lizenzinhaber stellt. Der ABC-Bericht legt allerdings nahe, dass es tats\u00e4chlich so gut wie keine Anforderungen <\/strong>gibt. F\u00fcr die Lizenzinhaber d\u00fcrfte es aber besonders problematisch sein, dass die Lizenz, wenn die ABC recht beh\u00e4lt, nicht einmal wirklich existiert, da es sich um ein fiktives Lizenzmodell ohne offizielle Anerkennung handelt.<\/p>\n\n\n\nF\u00fcr die Gl\u00fccksspielanbieter, die mit Anjouan-Lizenz unterwegs sind, k\u00f6nnte dies unangenehme Auswirkungen haben. Die ABC berichtet von zahlreichen Online-Casinos in Australien, die mit Anjouan-Lizenz agieren. Die Casino-Betreiber h\u00e4tten zudem bekannte UFC-Fighter gesponsert und lokale Influencer eingebunden, um ihre Angebote zu bewerben<\/strong>.<\/p>\n\n\n\nEine problematische Rolle k\u00f6nnten auch einige Zahlungsdienstleister spielen<\/strong>, die auf Nachfrage von ABC sehr schnell die Kooperation mit diversen Anjouan-Casinos beendeten, aber auf die ABC-Anfragen ansonsten jedoch nicht reagierten.<\/p>\n\n\n\nDie globale Erkenntnis: Warnsignale f\u00fcr Payment Provider<\/h2>\n\n\n\n
Online-Casinos, die nicht ordentlich reguliert werden, sind in erster Linie f\u00fcr die Spieler problematisch. Aber auch Zahlungsdienstleister und B2B-Partner setzen sich einer massiven Gefahr aus. Eine Folge der ABC-Recherchen k\u00f6nnte sein, dass diverse Zahlungsdienstleister ihre Zusammenarbeit mit Anjouan-Casinos einstellen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\nAllerdings wird das nicht dazu f\u00fchren, dass die Anjouan-Casinos komplett verschwinden, denn im Zweifel ist es immer m\u00f6glich, dezentrale Kryptow\u00e4hrungen zu nutzen<\/strong>. Aber ohne klassische Zahlungsdienstleister w\u00fcrden die Ums\u00e4tze der Anjouan-Casinos wahrscheinlich sp\u00fcrbar sinken.<\/p>\n\n\n\nWarum funktioniert das System immer noch?<\/h2>\n\n\n\n
Obwohl die Komoren-Zentralbank bereits mehrere Warnungen ausgesprochen hat, existiert die Anjouan-Lizenz mit ihrer fragw\u00fcrdigen Struktur immer noch. Das d\u00fcrfte haupts\u00e4chlich daran liegen, dass die administrative Struktur von Anjouan und den Komoren \u00fcberschaubar<\/strong> ist. Es ist wohl kein Zufall, dass sich die Anbieter der Anjouan-Lizenz genau diesen Standort ausgesucht haben.<\/p>\n\n\n\nFazit: Anjouan Gaming Lizenz steht f\u00fcr gr\u00f6\u00dferes Problem im iGaming<\/h2>\n\n\n\n
Die Recherchen der australischen ABC zeichnen ein erschreckendes Bild<\/strong>. Aber ist jemand tats\u00e4chlich \u00fcberrascht \u00fcber die neuen Erkenntnisse? \u00dcber Jahrzehnte gab es eine Cura\u00e7ao-Lizenz, die zwar vollkommen legitim war, aber praktisch kaum Beschr\u00e4nkungen und Kontrollen f\u00fcr Lizenzinhaber umfasste. Die Anjouan-Lizenz ist inhaltlich der Nachfolger der alten Cura\u00e7ao-Lizenz.<\/p>\n\n\n\nCura\u00e7ao hat mittlerweile ein deutlich strengeres Lizenzsystem mit h\u00f6heren Kosten, sodass viele Gl\u00fccksspielanbieter nach einer Alternative suchen. Die ABC-Enth\u00fcllungen k\u00f6nnten allerdings dazu f\u00fchren, dass der Wert der Anjouan-Lizenz deutlich sinkt<\/strong>, denn einige Zahlungsdienstleister werden sich gut \u00fcberlegen, ob sie weiterhin mit Gl\u00fccksspielanbietern mit Anjouan-Lizenz kooperieren werden.<\/p>\n\n\n\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":851972,"featured_media":72101,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[773],"tags":[],"news-type":[],"keyword":[],"class_list":["post-72100","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-casino-news"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72100","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/851972"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=72100"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72100\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":72102,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72100\/revisions\/72102"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/72101"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=72100"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=72100"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=72100"},{"taxonomy":"news-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news-type?post=72100"},{"taxonomy":"keyword","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/keyword?post=72100"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}