{"id":69831,"date":"2025-12-03T15:13:14","date_gmt":"2025-12-03T15:13:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/?p=69831"},"modified":"2025-12-03T15:24:24","modified_gmt":"2025-12-03T15:24:24","slug":"illegales-online-gluecksspiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/news\/article\/illegales-online-gluecksspiel\/","title":{"rendered":"GGL unterst\u00fctzt europ\u00e4ischen Schulterschluss gegen illegales Online-Gl\u00fccksspiel"},"content":{"rendered":"\n

Die Gemeinsame Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rde der L\u00e4nder (GGL) hat ein umfassendes Statement zum Treffen europ\u00e4ischer Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rden in Madrid am 12. November 2025 ver\u00f6ffentlicht. Das Ergebnis des Treffens war eine gemeinsame Erkl\u00e4rung zur Bek\u00e4mpfung des illegalen Online-Gl\u00fccksspiels<\/strong>. Eine Unterzeichnung durch die GGL war aufgrund der f\u00f6deralen Zust\u00e4ndigkeitsordnung nicht m\u00f6glich. Aber in ihrem Statement signalisiert die deutsche Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rde Unterst\u00fctzung f\u00fcr die europ\u00e4ische Linie im Kampf gegen den Schwarzmarkt.<\/p>\n\n\n\n

Europ\u00e4ische Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rde gegen illegales Online-Gl\u00fccksspiel<\/h2>\n\n\n\n

In Madrid waren sieben L\u00e4nder vertreten. Die Vertreter nationaler Gl\u00fccksspielregulierungsbeh\u00f6rden aus Gro\u00dfbritannien, \u00d6sterreich, Frankreich, Deutschland, Portugal, Spanien und Italien diskutierten eingehend \u00fcber den Kampf gegen das illegale Online-Gl\u00fccksspiel in Europa. Dieses Treffen k\u00f6nnte einen wichtigen Wendepunkt im Kampf gegen den Online-Schwarzmarkt<\/strong> darstellen.<\/p>\n\n\n\n

Durch die Bildung einer Allianz und besserer Kooperation zwischen den nationalen Beh\u00f6rden sollen die grenz\u00fcberschreitenden Herausforderungen des Schwarzmarkts<\/strong> k\u00fcnftig besser gemeistert werden. Das ist dringend geboten, denn in allen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern gibt es erhebliche Probleme mit illegalen Online-Gl\u00fccksspielanbietern. Bislang ist es keinem Land nachhaltig gelungen, dieses Problem dauerhaft einzuschr\u00e4nken.<\/p>\n\n\n\n

Werbung f\u00fcr illegales Gl\u00fccksspiel: Plattformbetreiber unter Druck<\/h2>\n\n\n\n

Ein zentrales Element der neuen europ\u00e4ischen Initiative besteht in der Bek\u00e4mpfung unerlaubter Werbung f\u00fcr illegale Online-Gl\u00fccksspielanbieter<\/strong>. Insbesondere in den sozialen Netzwerken, aber auch auf Videoplattformen und in internationalen Affiliate-Strukturen wird nach Einsch\u00e4tzung der Beh\u00f6rdenvertreter regelm\u00e4\u00dfig Werbung f\u00fcr illegale Gl\u00fccksspielanbieter geschaltet.<\/p>\n\n\n\n

Diese Werbung zielt auf europ\u00e4ische Verbraucher und teilweise sogar auf Minderj\u00e4hrige. Die Gl\u00fccksspielanbieter machen sich dabei nach Einsch\u00e4tzung der Beh\u00f6rdenvertreter die technologischen L\u00fccken, die es in den schnell wachsenden sozialen Medien gibt, zu Nutze. Das Problem ist in den vergangenen Jahren gr\u00f6\u00dfer geworden<\/strong>. Darauf deuten aktuelle Studien hin, die in Madrid diskutiert wurden.<\/p>\n\n\n\n

Das Marktforschungsunternehmen Yield Sec dokumentiert in einer Studie aus dem Jahr 2024, dass die illegalen Anbieter 71 % aller Online-Gl\u00fccksspielerl\u00f6se<\/strong> in der Europ\u00e4ischen Union generieren. Noch bemerkenswerter ist vielleicht, dass laut Studie etwa 92 % aller Online-Inhalte zum Thema Gl\u00fccksspiel in der Europ\u00e4ischen Union von Anbietern ohne Lizenz stammen.<\/p>\n\n\n\n

Konkret wurde auch \u00fcber Influencer-Werbung f\u00fcr Online-Gl\u00fccksspiele<\/strong> diskutiert. In Deutschland und vielen anderen L\u00e4ndern ist derartige Werbung verboten. Deswegen haben sich bekannte Influencer, die fr\u00fcher in der Casino-Werbung stark engagiert waren, etwa Knossi und Montana Black, aus diesem Gesch\u00e4ft zur\u00fcckgezogen. Aber der Fall des YouTubers Ron Bielecki, der im Jahr 2024 zu einer Geldstrafe von fast 500.000 \u20ac verurteilt wurde, zeigt, dass das Problem keineswegs aus der Welt ist.<\/p>\n\n\n\n

Die Werbung \u00fcber Casino-Streams wird meist in Jurisdiktionen produziert, in denen es keine Einschr\u00e4nkungen und Verbote gibt. Die nationalen Beh\u00f6rden sind oft machtlos, auch weil es oftmals an der europ\u00e4ischen Zusammenarbeit fehlt. An dieser Stelle ist bemerkenswert, dass beim Treffen in Madrid kein Vertreter der maltesischen Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rde (Malta Gaming Authority) anwesend<\/strong> war. Dabei h\u00e4tte man gerade von den Vertretern dieser Beh\u00f6rde gerne geh\u00f6rt, wie sie sich einen wirkungsvollen Kampf gegen illegales Online-Gl\u00fccksspiel vorstellen.<\/p>\n\n\n\n

Google, Meta, TikTok und Co. sollen mehr Verantwortung \u00fcbernehmen<\/h2>\n\n\n\n

In der Madrider Erkl\u00e4rung steht, dass die digitalen Plattformen, allen voran Meta (Facebook, Instagram), Google (Suche, YouTube) und TikTok, mehr Verantwortung im Kampf gegen illegale Gl\u00fccksspielwerbung<\/strong> \u00fcbernehmen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n

Dass dies durchaus m\u00f6glich w\u00e4re, l\u00e4sst sich an einem einfachen Beispiel illustrieren: YouTube hat sehr strenge Richtlinien, wenn es um pornographische Inhalte geht. User, die derartige Inhalte hochladen, werden schnell erkannt und gesperrt<\/strong>. Warum sollte dies nicht auch bei der Werbung f\u00fcr illegales Online-Gl\u00fccksspiel m\u00f6glich sein?<\/p>\n\n\n\n

Google Ads<\/strong> hat bereits die Werberichtlinien<\/strong> ver\u00e4ndert, um die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr illegale Gl\u00fccksspielanbieter einzuschr\u00e4nken. Es gibt aber nach wie vor L\u00fccken im digitalen Raum. Auf Facebook und Instagram sind Gl\u00fccksspielanzeigen m\u00f6glich, wenn auch unter strengen Bedingungen. Trotzdem ist auf allen gro\u00dfen Plattformen Werbung f\u00fcr illegale Gl\u00fccksspielanbieter zu finden. Das zeigt, dass die derzeitigen Gegenma\u00dfnahmen nicht gen\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n

Internationaler Informationsaustausch soll verbessert werden<\/h2>\n\n\n\n

Die GGL unterst\u00fctzt die Forderung nach einem besseren Austausch<\/strong> zwischen den europ\u00e4ischen Beh\u00f6rden. Dabei betont die deutsche Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rde die folgenden drei Ans\u00e4tze:<\/p>\n\n\n\n

    \n
  1. Austausch<\/strong> von Erkenntnissen \u00fcber Betreiber ohne Lizenz und digitale Netzwerke auf dem Schwarzmarkt.<\/li>\n\n\n\n
  2. Koordinierte<\/strong> Ma\u00dfnahmen, um mehr Druck beim Thema illegale Gl\u00fccksspielwerbung auf gro\u00dfe Plattformbetreiber auszu\u00fcben.<\/li>\n\n\n\n
  3. Entwicklung<\/strong> gemeinsamer Methoden zur Identifizierung, Analyse und Sanktionierung illegaler Gl\u00fccksspielanbieter.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n

    Die Gemeinsame Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rde hat mit Payment Blocking, Lizenz entzogen, Strafanzeigen und Sperrverf\u00fcgungen bereits einige wirkungsvolle Instrumente<\/strong> im Einsatz. Allerdings ist der deutsche Online-Gl\u00fccksspielmarkt kein Musterbeispiel f\u00fcr eine erfolgreiche Regulierung.<\/p>\n\n\n\n

    Kein nachhaltiger Erfolg ohne attraktiven legalen Gl\u00fccksspielmarkt<\/h2>\n\n\n\n

    Im Statement der Gemeinsamen Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rde der L\u00e4nder und in der Erkl\u00e4rung von Madrid gibt es eine wichtige Fehlstelle<\/strong>. Die Bek\u00e4mpfung des Schwarzmarkts ist ein wichtiges Element der Gl\u00fccksspielregulierung. Aber auch ein attraktiver legaler Gl\u00fccksspielmarkt geh\u00f6rt zu einer erfolgreichen Regulierung.<\/p>\n\n\n\n

    Sp\u00e4testens seit der Prohibition sollte klar sein, dass es nicht m\u00f6glich ist, allein mit restriktiven Ma\u00dfnahmen einen Markt, der eine gigantische Nachfrage bedient<\/strong>, zu kontrollieren. Am Ende sollte der Spielerschutz im Mittelpunkt stehen. Aber der Spielerschutz kann nur funktionieren, wenn die Spieler auf dem legalen Markt attraktive Angebote finden, sodass sie gar nicht erst auf die Idee kommen, nach Alternativen auf dem Schwarzmarkt zu suchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":851972,"featured_media":69836,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[773],"tags":[],"news-type":[],"keyword":[],"class_list":["post-69831","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-casino-news"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69831","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/851972"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69831"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69831\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":69837,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69831\/revisions\/69837"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/69836"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69831"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69831"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69831"},{"taxonomy":"news-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news-type?post=69831"},{"taxonomy":"keyword","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gameshub.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/keyword?post=69831"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}