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Solarpunk – Eine seltene Art von Optimismus

4.0 Stern
Josephine Prater

Von Josephine PraterAutorin

Solarpunk – Eine seltene Art von Optimismus

Bei Solarpunk hatte ich von Anfang an ein etwas anderes Gefühl als bei den meisten Aufbau- und Survival-Spielen. Statt einer feindlichen Welt, permanenter Bedrohung oder düsterer Endzeitstimmung erwartet mich hier eine Zukunft, die überraschend positiv wirkt – fast schon in einer Richtung, wie ich sie zuletzt bei Starsand Island oder anderen entspannteren Aufbauprojekten gesehen habe. 

Schon die ersten Stunden machen deutlich, dass Solarpunk nicht auf Stress oder Zeitdruck setzt. Die Welt lädt dazu ein, sie in Ruhe zu erkunden, Ressourcen zu sammeln und Schritt für Schritt etwas Eigenes aufzubauen – ein Ansatz, der stark an Outbound erinnert, allerdings mit noch klarerem Fokus auf technisches Wachstum und Nachhaltigkeit. 

Gerade dieser Optimismus ist es, der Solarpunk von vielen anderen Spielen abhebt. Während zahlreiche Survival-Titel ständig Druck erzeugen, vermittelt dieses Spiel das Gefühl, gemeinsam mit der Welt zu arbeiten statt gegen sie.

Aufbau und Crafting mit entspanntem Spielfluss

Das Fundament des Spiels bilden klassische Aufbau- und Crafting-Mechaniken.

Ich habe Ressourcen gesammelt, Werkzeuge verbessert und nach und nach meine schwebende Basis erweitert. Das klingt zunächst vertraut, fühlt sich aber erstaunlich angenehm an. Viele Abläufe wurden bewusst entschleunigt, ohne dabei langweilig zu werden.

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Besonders gefallen hat mir, dass Fortschritt selten wie Arbeit wirkt. Fast jede neue Konstruktion eröffnet neue Möglichkeiten und motiviert dazu, den nächsten Schritt zu planen.

Gleichzeitig verzichtet Solarpunk weitgehend auf künstliche Hürden. Es gibt keine ständigen Angriffe, keine permanente Gefahr und keine Mechaniken, die den Spielfluss unnötig unterbrechen.

Eine Welt, die zum Verweilen einlädt

Visuell gehört Solarpunk für mich zu den größten Überraschungen der letzten Monate.

Die schwebenden Inseln, Windräder, Solaranlagen und üppigen Pflanzenwelten erzeugen eine Atmosphäre, die man in Spielen nur selten findet. Statt Ruinen oder zerstörter Natur dominiert hier eine harmonische Verbindung von Technologie und Umwelt.

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Oft habe ich mich dabei erwischt, einfach durch die Welt zu fliegen und neue Orte zu entdecken, obwohl ich eigentlich andere Ziele hatte.

Besonders bei Sonnenauf- und -untergängen entfaltet das Spiel seine größte Stärke. Dann entsteht eine fast meditative Stimmung, die perfekt zum gesamten Konzept passt.

Koop macht vieles noch besser

Obwohl Solarpunk problemlos allein gespielt werden kann, merkt man schnell, dass viele Systeme für gemeinsames Spielen ausgelegt wurden.

Zusammen mit anderen Spielern entstehen deutlich größere Projekte. Basen wachsen schneller, Ressourcen können effizienter genutzt werden und die Erkundung macht spürbar mehr Spaß.

Gerade hier erinnert das Spiel stellenweise an systemischere Builder wie Timberborn, bei denen Zusammenarbeit und Planung langfristig den Unterschied machen. 

Mir gefiel vor allem, dass der Koop-Modus nicht einfach nur zusätzliche Spieler in die Welt setzt. Viele Aufgaben fühlen sich tatsächlich sinnvoller an, wenn man sie gemeinsam angeht.

Trotzdem bleibt das Spiel auch alleine motivierend genug, um längere Zeit darin zu verbringen.

Nicht jede Mechanik nutzt ihr Potenzial

Ganz ohne Schwächen kommt Solarpunk allerdings nicht aus. Vor allem im späteren Spielverlauf hätte ich mir mehr Herausforderungen gewünscht. Die entspannte Struktur ist zwar Teil des Konzepts, sorgt aber gelegentlich dafür, dass bestimmte Fortschritte weniger bedeutend wirken.

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Auch einige Crafting- und Bausysteme bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück. Es gibt viele gute Ideen, die noch etwas mehr Tiefe vertragen hätten.

Dazu kommt, dass manche Aufgaben recht ähnlich ablaufen. Das fällt vor allem dann auf, wenn man mehrere Stunden am Stück spielt.

Mein Fazit

Solarpunk ist eines der angenehmsten Aufbau- und Crafting-Spiele, die ich in letzter Zeit gespielt habe.

Die Mischung aus entspannter Progression, schöner Spielwelt und positiver Grundstimmung funktioniert erstaunlich gut. Statt Druck und Konflikten setzt das Spiel auf Kreativität, Entdeckung und gemeinsames Gestalten.

Nicht jede Mechanik entfaltet die gewünschte Tiefe, und gelegentlich fehlt etwas mehr Herausforderung. Trotzdem hat mich die Welt immer wieder dazu motiviert, noch ein wenig länger zu bleiben und das nächste Projekt anzugehen.

Wer genug von düsteren Survival-Spielen hat und nach einer optimistischeren Alternative sucht, sollte Solarpunk definitiv im Auge behalten.

⭐ Meine Bewertung: 4,2 von 5 Sternen

Mein Tipp: Wer an Outbound die entspannte Freiheit mochte und sich bei Starsand Island gerne im Aufbau und Erkunden verloren hat, findet in Solarpunk eine ähnliche Wohlfühlatmosphäre, allerdings mit deutlich stärkerem Fokus auf Nachhaltigkeit, Technik und gemeinsames Gestalten.

ProsCons
Wunderschöne, positive SpielweltWenig Herausforderung im späteren Verlauf
Entspannter und motivierender SpielflussEinige Systeme könnten mehr Tiefe vertragen
Gelungene Mischung aus Aufbau und CraftingWiederholungen bei längeren Sessions
Koop-Modus macht viel SpaßProgression verliert teilweise an Spannung
Eigenständige AtmosphäreNicht jeder wird die ruhige Spielweise mögen

Erscheinungsdatum: 8.6.2026

Plattformen: PC (Microsoft Windows), PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 

Josephine Prater
Verfasst von Josephine Prater

Josephine hat ihre Leidenschaft fürs Schreiben mit ihrer Liebe zum Online-Gaming verbunden. Von Browsergames bis hin zu MMORPGs erkundet sie digitale Welten voller Spielspaß und Kreativität. Daher sind Online Casinos für sie auch eine interessante Schnittstelle zwischen Spielspaß und technischen Innovationen. Besonders die riesige Auswahl an unterschiedlichen Slots mit ihren vielfältigen Features faszinieren sie. Wenn Josephine gerade nicht schreibt oder recherchiert, ist sie sehr aktiv in ihrer Kirchengemeinde unterwegs oder taucht in die Welt der handgemachten Musik ein.