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Mouse: P.I. for Hire im Test – Noir, Jazz und Maschinengewehre

Als ich MOUSE: P.I. For Hire zum ersten Mal gesehen habe, war meine erste Reaktion: Das sieht komplett verrückt aus. Ein Ego-Shooter im Stil alter Schwarz-Weiß-Cartoons aus den 1930er-Jahren? Mit Jazz-Soundtrack, Gangstern und einer Maus als Privatdetektiv?

Klingt nach einer wilden Mischung! Und genau das ist es auch. Das Spiel setzt weniger auf Realismus und mehr auf Stil. Statt realistischer Grafik bekommst du eine Welt, die aussieht wie ein lebendig gewordener Cartoon. Und genau dieser ungewöhnliche Ansatz macht das Spiel sofort interessant.

Ein Shooter wie aus einem alten Cartoon

Der größte Star des Spiels ist ohne Frage die Präsentation. Alles ist im Stil klassischer „Rubber-Hose“-Animationen gehalten – einer Zeichentechnik aus den frühen Animationsfilmen, bei der Figuren elastisch und übertrieben animiert werden.

Die Figuren bewegen sich wie in alten Cartoon-Kurzfilmen, Waffen verformen sich beim Schießen und Gegner reagieren mit überzeichneten Animationen auf Treffer. Das Ganze ist komplett in Schwarz-Weiß gehalten, was der Welt einen starken Film-Noir-Look gibt.

Ich musste mich immer wieder dabei erwischen, kurz stehen zu bleiben und einfach nur zuzusehen, wie sich die Figuren bewegen. Es fühlt sich fast so an, als würde man in einem interaktiven Cartoon spielen.

Eine Detektivgeschichte im Gangster-Milieu

Du spielst Jack Pepper, einen ehemaligen Kriegshelden, der inzwischen als Privatdetektiv arbeitet. Ein scheinbar einfacher Fall entwickelt sich schnell zu einer größeren Verschwörung voller Korruption, Entführungen und Mord. 

Die Geschichte wird im Stil klassischer Noir-Filme erzählt: düstere Gassen, zwielichtige Charaktere und eine Stadt, in der niemand wirklich vertrauenswürdig wirkt. Das passt erstaunlich gut zum Cartoon-Look. Die Mischung aus humorvoller Animation und düsterem Setting sorgt für eine ungewöhnliche Atmosphäre.

Klassische Shooter-Action

Gameplay-technisch bleibt das Spiel aber ziemlich klassisch. Du bewegst dich aus der Ego-Perspektive durch Levels, sammelst Waffen und erledigst Gegner mit Revolvern, Tommy Guns oder Dynamit. 

Die Kämpfe sind schnell, direkt und erinnern teilweise an ältere „Boomer Shooter“. Viele Gefechte belohnen aggressives Vorgehen und schnelle Bewegung.

Ich mochte besonders, dass sich die Waffen sehr unterschiedlich anfühlen. Manche sind perfekt für präzise Schüsse, andere eher für chaotische Feuergefechte.

Dazu kommen Power-ups und Upgrades, mit denen du deinen Spielstil anpassen kannst. 

Jazz, Sounddesign und Atmosphäre

Der Soundtrack ist ein weiterer großer Pluspunkt. Big-Band-Jazz begleitet dich durch die Straßen der Stadt und sorgt dafür, dass sich jede Schießerei fast wie eine Filmszene anfühlt.

Besonders cool fand ich kleine Details wie Audio-Filter, die den Klang wie eine alte Schallplatte wirken lassen können. 

Das mag nur ein kleines Feature sein, aber solche Details zeigen, wie viel Liebe zum Stil in diesem Spiel steckt.

Stil schlägt Gameplay – manchmal

So beeindruckend die Präsentation auch ist, sie kann nicht immer darüber hinwegtäuschen, dass das Gameplay selbst eher klassisch bleibt.

Viele Kämpfe folgen bekannten Mustern: Gegnerwellen, kurze Levelabschnitte und lineare Missionsziele. Einige Spieler kritisieren deshalb, dass der Shooter über längere Zeit etwas repetitiv wirken könnte. 

Ich hatte zwar Spaß mit den Kämpfen, aber nach einigen Stunden merkt man, dass das Spiel stärker auf Atmosphäre als auf revolutionäre Mechaniken setzt.

Mein Fazit

Mouse: P.I. for Hire ist eines dieser Spiele, die sofort aus der Masse herausstechen. Schon nach wenigen Minuten merkt man, dass hier ein Team mit einer sehr klaren Vision gearbeitet hat.

Der Cartoon-Look, der Jazz-Soundtrack und die Noir-Story sorgen für eine Atmosphäre, die man so in kaum einem anderen Shooter findet. Allein wegen dieser Präsentation lohnt sich der Blick.

Gameplay-technisch erfindet das Spiel das Genre allerdings nicht neu. Die Kämpfe sind solide, aber meist klassisch aufgebaut. Unterm Strich bleibt es trotzdem ein Spiel, das durch Stil, Charme und eine ungewöhnliche Idee überzeugt. Wer Lust auf einen Shooter hat, der sich komplett anders anfühlt als typische Militär-FPS, sollte hier definitiv einen Blick riskieren.

Meine Bewertung: 4,1 von 5 Sternen

ProsCons
Extrem einzigartiger Cartoon-LookGameplay bleibt relativ klassisch
Starke Noir-AtmosphäreKämpfe können mit der Zeit repetitiv wirken
Jazz-Soundtrack passt perfekt zum SettingLevelstruktur teilweise linear
Schnelle, klassische Shooter-Action
Viel Stil und Liebe zum Detail

Erscheinungsdatum: 16.4.2026

Plattformen: PC (Microsoft Windows), Nintendo Switch, PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2

Josephine hat ihre Leidenschaft fürs Schreiben mit ihrer Liebe zum Online-Gaming verbunden. Von Browsergames bis hin zu MMORPGs erkundet sie digitale Welten voller Spielspaß und Kreativität. Daher sind Online Casinos für sie auch eine interessante Schnittstelle zwischen Spielspaß und technischen Innovationen. Besonders die riesige Auswahl an unterschiedlichen Slots mit ihren vielfältigen Features faszinieren sie. Wenn Josephine gerade nicht schreibt oder recherchiert, ist sie sehr aktiv in ihrer Kirchengemeinde unterwegs oder taucht in die Welt der handgemachten Musik ein.