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Riot Games kündigt massive Finanzreform für League-of-Legends-Esports ab 2026 an

Roman Vogdt

Von Roman VogdtAutor

Riot Games kündigt massive Finanzreform für League-of-Legends-Esports ab 2026 an

Riot Games krempelt die finanzielle Struktur des professionellen League of Legends-Esports um. Ab 2026 soll sich das gesamte Ökosystem stärker auf langfristige Stabilität und nachhaltiges Wachstum konzentrieren – und dafür werden bekannte Preisgeldmodelle teilweise grundlegend verändert.

Besonders betroffen sind dabei die größten internationalen Ligen wie die LEC in Europa, die LCK in Korea und die nordamerikanische LCS. Riot verabschiedet sich dort künftig von regionalen Split-Preisgeldern und setzt stattdessen auf ein zentralisierteres Investitionsmodell.

Die Entscheidung könnte weitreichende Folgen für Teams, Spieler und die Zukunft des kompetitiven League of Legends haben.

Riot streicht regionale Split-Preisgelder

Die wohl größte Änderung betrifft die sogenannten Split Prize Pools innerhalb der Ligen, die Teil des „Global Revenue Pool“ (GRP) sind. Bisher erhielten Teams und Spieler in regionalen Wettbewerben Preisgelder für einzelne Seasons oder Splits. Genau diese Ausschüttungen sollen ab 2026 in mehreren großen Regionen entfallen.

Davon betroffen sind vor allem:

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  • LEC (Europa / EMEA)
  • LCK (Südkorea)
  • LCS (Nordamerika)

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Laut Riot seien die regionalen Preisgelder mit zunehmendem Wachstum des gesamten Esports-Ökosystems verhältnismäßig klein geworden. Der direkte finanzielle Effekt für Spieler sei mittlerweile geringer als ursprünglich gedacht.

Die frei werdenden Mittel sollen deshalb künftig in „tiefgreifendere und wirkungsvollere Bereiche“ des Esports investiert werden.

Fokus liegt künftig auf Nachhaltigkeit statt kurzfristigen Ausschüttungen

Riot beschreibt die Reform als wichtigen Schritt in Richtung eines reiferen globalen Systems. Statt viele kleinere Preisgeldtöpfe regional aufzuteilen, möchte das Unternehmen stärker zentral investieren – beispielsweise in:

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  • Infrastruktur
  • Eventqualität
  • internationale Wettbewerbe
  • Team- und Ligaentwicklung
  • langfristige Ökosystem-Projekte

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Damit versucht Riot offenbar, die wirtschaftliche Realität moderner Esports-Ligen stärker zu berücksichtigen. Denn trotz enormer Zuschauerzahlen kämpft League of Legends Esports seit Jahren mit Fragen rund um Profitabilität, Teamfinanzierung und langfristige Nachhaltigkeit.

Nicht alle Regionen sind betroffen

Komplett global wird die Reform allerdings nicht umgesetzt. Zwei Regionen bleiben laut Riot aufgrund ihrer speziellen Partnerschaftsmodelle zunächst unverändert:

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  • CBLOL (Brasilien)
  • LCP (League of Legends Championship Pacific)

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Diese Märkte verfügen über eigene wirtschaftliche Strukturen und Vereinbarungen, weshalb Riot dort vorerst keine Änderungen am Preisgeldsystem plant.

Internationale Turniere behalten ihre Preisgelder

Wichtig für Fans und Profis: Die großen internationalen Turniere behalten weiterhin eigenständige Preisgeldpools. Dazu gehören:

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  • First Stand
  • Mid-Season Invitational (MSI)
  • World Championship (Worlds)

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Gerade Worlds bleibt dabei weiterhin das finanzielle Prestige-Event der Szene. Bereits 2025 hatte Riot das Preisgeld der Weltmeisterschaft massiv erhöht – von 2,2 Millionen US-Dollar auf 5 Millionen Dollar. Damit übertraf Worlds zuletzt sogar mehrere große Turniere aus Counter-Strike und Dota 2.

League of Legends bleibt hinter Dota 2 und Counter-Strike zurück

Trotz seiner globalen Popularität hinkt League of Legends bei den Gesamtpreisgeldern allerdings weiterhin hinter anderen großen Esports-Titeln her. 2025 belief sich das gesamte Preisgeld aller LoL-Turniere auf rund 14,5 Millionen US-Dollar.

Zum Vergleich:

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  • Dota 2 erreichte etwa 22,4 Millionen Dollar
  • Counter-Strike lag sogar bei rund 30,9 Millionen Dollar

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Gerade Counter-Strike setzt dabei auf eine deutlich größere Anzahl hochdotierter Turniere im Jahresverlauf. In Europa liegen die Preisgelder vieler CS-Events regelmäßig zwischen 300.000 und 1,2 Millionen Dollar – und davon finden jährlich zahlreiche Veranstaltungen statt.

Die LEC dagegen bot 2025 pro Split lediglich rund 90.000 Dollar Preisgeld.

Riot reagiert auf die Entwicklung des modernen Esports

Die neue Strategie zeigt deutlich, dass Riot die Prioritäten verändert. Während frühe Esports-Jahre stark auf direkte Preisgelder und Prestige aufgebaut waren, rücken heute andere Themen in den Vordergrund:

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  • wirtschaftliche Stabilität
  • Sponsorenmodelle
  • Zuschauerbindung
  • Content-Strategien
  • globale Markenentwicklung

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Riot scheint erkannt zu haben, dass ein dauerhaft funktionierendes Ökosystem nicht allein über Preisgeldsummen definiert wird.

Gerade in westlichen Regionen kämpfen viele Organisationen seit Jahren mit finanziellen Problemen, Entlassungen und sinkenden Investitionen. Die neue Struktur könnte daher ein Versuch sein, den gesamten Wettbewerb langfristig widerstandsfähiger zu machen.

Community dürfte gespalten reagieren

Trotzdem dürfte die Reform nicht überall positiv aufgenommen werden.

Kritiker könnten argumentieren, dass die Abschaffung regionaler Preisgelder kleinere Teams und Nachwuchsspieler benachteiligt. Besonders Organisationen außerhalb der absoluten Spitze profitieren oft stärker von regionalen Ausschüttungen als von internationalen Events.

Andere wiederum sehen genau in der Zentralisierung eine notwendige Entwicklung, um den Esports wirtschaftlich realistischer aufzustellen.

Die kommenden Jahre werden zeigen, ob Riot mit diesem Kurs tatsächlich ein stabileres System schafft – oder ob die Szene damit einen weiteren Schritt weg von klassischen Wettkampfstrukturen macht.

Fazit

Mit der Finanzreform ab 2026 leitet Riot Games eine der größten strukturellen Veränderungen in der Geschichte von League of Legends Esports ein. Regionale Preisgelder verlieren an Bedeutung, während Nachhaltigkeit, Infrastruktur und globale Investitionen stärker in den Fokus rücken.

Die Entscheidung zeigt deutlich, dass Riot den professionellen LoL-Esport nicht mehr nur als Wettbewerb, sondern zunehmend als langfristiges Entertainment-Ökosystem betrachtet. Ob diese Strategie aufgeht, dürfte die Szene allerdings noch über Jahre intensiv diskutieren.

Roman Vogdt
Verfasst von Roman Vogdt

Roman hat schon recht früh angefangen, Videospiele zu spielen. Wie früh? Nun, sagen wir mal, als die Nintendo 64 herauskam, und kurz darauf wurden GoldenEye 007 und Perfect Dark jahrelang zu einem Fixpunkt seines Alltags. Im Laufe der Jahre hat sich Romans Leidenschaft für Spiele auf anderen Konsolen und auch auf das Internet ausgeweitet, wo er die faszinierende Welt der Online Slots, Live Casinos, Poker und Wetten entdeckt hat. Seit über 6 Jahren arbeitet er nun schon mit den besten Plattformen und Software Anbietern zusammen und trägt dazu bei, dass die Branche auf verantwortungsvolle und respektvolle Weise weiterwächst. So ist er schlussendlich bei Gameshub gelandet.