GGL fordert härteren Schulterschluss gegen illegales Glücksspiel auf ICE Barcelona

ICE Barcelona 2026

Die deutsche Glücksspielaufsicht verschärft den Ton. Auf der ICE Barcelona 2026 hat die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) deutlich gemacht, dass der Kampf gegen illegales Glücksspiel aus ihrer Sicht längst nicht entschieden ist. Statt sich allein auf Regulierung und Durchsetzung zu verlassen, fordert die Behörde nun auch mehr Verantwortung von lizenzierten Anbietern selbst. 

Für euch als Marktbeobachter oder Branchenakteure zeigt sich hier ein klarer Kurswechsel: Illegales Glücksspiel soll nicht nur bekämpft, sondern systematisch ausgetrocknet werden und zwar durch Zusammenarbeit, Sorgfalt und gemeinsame Interessen.

Mehr Zusammenarbeit statt Einzelmaßnahmen

Auf der ICE Barcelona 2026 hat die GGL klar gemacht, dass der Kampf gegen illegales Glücksspiel nicht im nationalen Alleingang zu gewinnen ist. Für euch bedeutet das: Die Behörde setzt zunehmend auf internationale und branchenübergreifende Kooperation. Gespräche mit anderen europäischen Regulierern standen dabei ebenso im Fokus wie der Austausch mit Marktteilnehmern selbst.

Nach Ansicht der GGL reicht es nicht aus, nur Verbote auszusprechen oder einzelne Webseiten zu sperren. Illegale Angebote agieren grenzüberschreitend, flexibel und technisch versiert. Entsprechend müsse auch die Gegenstrategie breiter aufgestellt sein. Dazu zählen Maßnahmen wie Zahlungs- und IP-Blocking, konsequentes Vorgehen gegen Werbung für illegales Glücksspiel sowie ein engerer Informationsaustausch zwischen Aufsichtsbehörden.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass die GGL die Branche stärker in die Pflicht nehmen will. Regulierte Anbieter sollen nicht nur profitieren, sondern aktiv dazu beitragen, den illegalen Markt einzudämmen – als Teil einer gemeinsamen Verantwortung für einen funktionierenden, legalen Glücksspielmarkt.

Legale Anbieter stärker in der Verantwortung

Ein zentraler Punkt der Aussagen der GGL in Barcelona war die Rolle der lizenzierten Glücksspielanbieter. Für euch wird hier klar: Die Behörde sieht die Verantwortung nicht mehr ausschließlich bei sich selbst, sondern erwartet aktives Mitwirken der Unternehmen. Konkret fordert die GGL mehr Sorgfalt bei der Auswahl von Geschäftspartnern, etwa bei Zahlungsdienstleistern, Affiliates oder Marketingnetzwerken.

Nach Ansicht der Aufsicht können illegale Angebote nur dann effektiv zurückgedrängt werden, wenn legale Anbieter sich konsequent davon distanzieren. Wer indirekt mit fragwürdigen Akteuren zusammenarbeitet, schwächt laut GGL die Wirkung staatlicher Maßnahmen. Gerade entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Werbung über Zahlungsabwicklung bis zur technischen Infrastruktur – sieht die Behörde Ansatzpunkte für Verbesserungen.

Diese Haltung unterstreicht einen grundlegenden Wandel: Regulierte Unternehmen sollen nicht nur regelkonform agieren, sondern aktiv zur Marktbereinigung beitragen. Für Anbieter bedeutet das höhere Anforderungen, aber auch die Chance, das Vertrauen in den regulierten Markt nachhaltig zu stärken.

Zwischen Anspruch und Kritik aus der Branche

So klar die Position der GGL auch formuliert ist, sie bleibt nicht unumstritten. Teile der Branche sehen einen deutlichen Widerspruch zwischen den Zielen der Aufsicht und den tatsächlichen Marktbedingungen. Für euch ist dabei vor allem ein Punkt relevant: die Frage der Kanalisierung. Während die GGL von hohen Kanalisierungsquoten ausgeht, argumentieren Wirtschaftsverbände, dass immer mehr Spieler zu nicht lizenzierten Angeboten abwandern.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der Vorwurf der Überregulierung. Anbieter beklagen, dass immer strengere Vorgaben die Attraktivität legaler Produkte schwächen und damit genau das Gegenteil dessen bewirken, was beabsichtigt ist. Statt illegalen Anbietern das Wasser abzugraben, würden sie teilweise sogar gestärkt.

Diese Spannungen zeigen, wie komplex der Balanceakt ist. Der Kampf gegen illegales Glücksspiel erfordert klare Regeln, doch ebenso ein Marktumfeld, in dem legale Angebote wettbewerbsfähig bleiben.

Fazit

Die Aussagen der GGL auf der ICE Barcelona zeigen einen klaren Kurs: Illegales Glücksspiel soll nicht nur reguliert, sondern konsequent zurückgedrängt werden – gemeinsam mit der Branche. Für euch wird deutlich, dass legale Anbieter künftig stärker in die Pflicht genommen werden. 

Gleichzeitig bleibt die Kritik an Reichweite und Wirksamkeit der Maßnahmen bestehen. Ob strengere Regeln und mehr Verantwortung tatsächlich zu besserer Kanalisierung führen, hängt davon ab, ob Regulierung und Marktattraktivität in ein tragfähiges Gleichgewicht gebracht werden.

Josephine hat ihre Leidenschaft fürs Schreiben mit ihrer Liebe zum Online-Gaming verbunden. Von Browsergames bis hin zu MMORPGs erkundet sie digitale Welten voller Spielspaß und Kreativität. Daher sind Online Casinos für sie auch eine interessante Schnittstelle zwischen Spielspaß und technischen Innovationen. Besonders die riesige Auswahl an unterschiedlichen Slots mit ihren vielfältigen Features faszinieren sie. Wenn Josephine gerade nicht schreibt oder recherchiert, ist sie sehr aktiv in ihrer Kirchengemeinde unterwegs oder taucht in die Welt der handgemachten Musik ein.