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IOC stoppt Arbeit der Esports-Kommission – Zukunft der Olympic Esports Games zunehmend ungewiss

Roman Vogdt

Von Roman VogdtAutor

IOC stoppt Arbeit der Esports-Kommission – Zukunft der Olympic Esports Games zunehmend ungewiss

Die Zukunft der Olympic Esports Games steht offenbar stärker denn je auf der Kippe. Laut Informationen der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Aktivitäten seiner Esports-Kommission offiziell auf Eis gelegt. Damit wächst die Unsicherheit rund um eines der ambitioniertesten Projekte, das den Esports jemals näher an die olympische Bühne bringen sollte.

Noch bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 hatte der damalige IOC-Präsident Thomas Bach die Olympic Esports Games als wichtigen Schritt für die Zukunft des olympischen Systems präsentiert. Weniger als zwei Jahre später scheint das Vorhaben jedoch massiv an Dynamik verloren zu haben.

Neue IOC-Präsidentin setzt andere Prioritäten

Im Mittelpunkt der aktuellen Entwicklung steht offenbar die neue IOC-Präsidentin Kirsty Coventry, die das Amt seit Juni 2025 innehat. Laut Kyodo soll Coventry Ende Januar eine Nachricht an Mitglieder der Esports-Arbeitsgruppe geschickt haben, in der sie erklärte, dass sie die zukünftige Ausrichtung des Projekts persönlich übernehmen werde.

Gleichzeitig sprach sie davon, dass eine „stärker integrierte Herangehensweise“ notwendig sei, die besser zur Gesamtstrategie der olympischen Bewegung passe.

Innerhalb der Szene wird diese Aussage jedoch zunehmend als höfliche Umschreibung dafür interpretiert, dass die bisherige Esports-Kommission faktisch beendet wurde. Ein anonymer Insider erklärte gegenüber der japanischen Nachrichtenagentur sogar direkt, dass die Arbeit der Kommission „zum Abschluss gekommen“ sei.

Olympic Esports Games verloren bereits 2025 massiv an Schwung

Die Probleme rund um das Projekt begannen allerdings nicht erst jetzt.

Ursprünglich sollten die ersten Olympic Esports Games bereits 2025 stattfinden – in Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien. Doch die Veranstaltung wurde zunächst auf 2027 verschoben und später Ende Oktober 2025 komplett abgesagt, nachdem die Kooperation zwischen IOC und den saudischen Partnern beendet wurde.

Damals sprach das IOC offiziell von einer „Pause and Reflect“-Phase. Inzwischen deutet jedoch vieles darauf hin, dass aus dieser Pause möglicherweise ein endgültiges Aus werden könnte.

Finanzielle Sorgen beeinflussen offenbar die Entscheidung

Die Hintergründe bleiben zwar weiterhin teilweise unklar, doch laut Kyodo spielen finanzielle Probleme innerhalb des IOC offenbar eine immer größere Rolle.

Dem Bericht zufolge prüft das Komitee aktuell umfangreiche Einsparungen rund um zukünftige Olympische Spiele. Besonders die Olympischen Sommerspiele 2032 in Brisbane sollen von deutlichen Kürzungen betroffen sein.

Demnach könnten:

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  • Sportarten reduziert werden
  • einzelne Wettbewerbe gestrichen werden
  • neue Projekte verschoben werden
  • zusätzliche Formate wegfallen

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Selbst geplante Ideen, klassische Sommersportarten testweise in Winterspiele zu integrieren, sollen laut Berichten bereits wieder verworfen worden sein.

Vor diesem Hintergrund wirkt Esports aktuell offenbar nicht wie eine Priorität innerhalb des IOC.

Das IOC kämpft weiter mit grundlegenden Esports-Problemen

Doch finanzielle Fragen sind offenbar nur ein Teil des Problems. Seit Jahren tut sich das IOC schwer damit, eine klare Haltung zum Esports zu entwickeln. Besonders sogenannte „gewalthaltige Spiele“ sorgen intern weiterhin für Diskussionen.

Vor allem Shooter-Titel wie:

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  • Counter-Strike
  • VALORANT
  • andere FPS-Spiele

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werden innerhalb olympischer Strukturen weiterhin kritisch betrachtet.

Hinzu kommt ein weiteres Problem, das bis heute ungelöst bleibt: die Kontrolle über geistiges Eigentum.

Während klassische Sportarten keinem einzelnen Unternehmen gehören, liegen Rechte und Kontrolle bei Esports-Titeln direkt bei Publishern wie Riot Games, Valve, Epic Games oder Capcom. Genau dieser Punkt erschwert es dem IOC offenbar massiv, ein olympisches Esports-Modell zu entwickeln, das langfristig unabhängig funktionieren könnte.

Saudi-Arabien gewinnt im Esports weiter an Einfluss

Während das IOC weiter nach Orientierung sucht, baut Saudi-Arabien seinen Einfluss im globalen Esports konsequent aus.

Mit Projekten wie dem Esports Nations Cup oder der Esports World Cup-Initiative positioniert sich das Land zunehmend als zentrale Macht innerhalb der Branche. Anders als das IOC muss Saudi-Arabien dabei keine traditionellen olympischen Strukturen oder historische Werte berücksichtigen.

Genau deshalb sehen viele Beobachter die Saudis aktuell deutlich flexibler und schneller handlungsfähig als das Internationale Olympische Komitee.

Asian Games zeigen anderen Weg

Besonders interessant wirkt die Situation auch mit Blick auf die kommenden Asian Games in Japan. Dort werden mehrere große Esports-Titel offiziell Teil des Wettbewerbs sein, darunter:

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  • League of Legends
  • Honor of Kings
  • PUBG Mobile

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Der Olympische Rat Asiens verfolgt damit bereits heute einen deutlich offeneren Ansatz gegenüber Esports als das IOC selbst.

Viele innerhalb der Szene hatten gehofft, dass die Olympic Esports Games langfristig eine internationale Alternative zum saudischen Modell bieten könnten – möglicherweise mit größerer globaler Akzeptanz.

Diese Hoffnung scheint nun allerdings deutlich schwächer geworden zu sein.

Die Zukunft bleibt völlig offen

Aktuell gibt es weder einen neuen Zeitplan noch konkrete Informationen darüber, ob die Olympic Esports Games überhaupt noch realisiert werden sollen.

Die Aussetzung der Esports-Kommission sendet jedoch ein klares Signal: Das IOC scheint weiterhin Schwierigkeiten zu haben, seinen Platz innerhalb der modernen Gaming- und Esports-Welt zu finden.

Für die Branche bedeutet das vor allem eines: Die Diskussion darüber, wie Esports künftig auf globaler Ebene organisiert und repräsentiert werden soll, dürfte gerade erst richtig beginnen.

Roman Vogdt
Verfasst von Roman Vogdt

Roman hat schon recht früh angefangen, Videospiele zu spielen. Wie früh? Nun, sagen wir mal, als die Nintendo 64 herauskam, und kurz darauf wurden GoldenEye 007 und Perfect Dark jahrelang zu einem Fixpunkt seines Alltags. Im Laufe der Jahre hat sich Romans Leidenschaft für Spiele auf anderen Konsolen und auch auf das Internet ausgeweitet, wo er die faszinierende Welt der Online Slots, Live Casinos, Poker und Wetten entdeckt hat. Seit über 6 Jahren arbeitet er nun schon mit den besten Plattformen und Software Anbietern zusammen und trägt dazu bei, dass die Branche auf verantwortungsvolle und respektvolle Weise weiterwächst. So ist er schlussendlich bei Gameshub gelandet.