Großbritannien erhöht Glücksspielsteuer drastisch – Branche unter Druck

UK erhöht Glücksspielsteuer drastisch ab April 2026 Regulation News Image 1

Seit dem 1. April 2026 gilt im Vereinigten Königreich ein neues Steuerregime für Online-Glücksspiel, das die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche grundlegend verändert hat. Die Regierung unter Schatzkanzlerin Rachel Reeves hat im Zuge des Finance Bill 2025–26 die sogenannte Remote Gaming Duty von zuvor 21 % auf nun 40 % nahezu verdoppelt.

Für euch als Beobachter der Branche zeigt sich schnell: Hier geht es nicht um eine kleine Anpassung, sondern um eine klare strategische Neuausrichtung. Online-Casinos und Slot-Anbieter werden seitdem deutlich stärker besteuert – ein Schritt, der die Profitabilität vieler Geschäftsmodelle massiv unter Druck setzt.

Steuerreform mit klarer politischer Zielsetzung

Die Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Steuerpakets aus dem Budget 2025. Ziel ist es, zusätzliche Einnahmen für den Staat zu generieren – und zwar in erheblichem Umfang.

Prognosen des britischen Finanzministeriums zufolge sollen die Änderungen bereits im Steuerjahr 2026/27 rund 810 Millionen Pfund zusätzlich einbringen. Bis 2029/30 könnte dieser Betrag sogar auf über 1,15 Milliarden Pfund anwachsen.

Damit wird deutlich: Online-Glücksspiel wird zunehmend als zentrale Einnahmequelle für den Staat betrachtet. Die Branche rückt stärker in den Fokus fiskalischer Maßnahmen, während gleichzeitig gesellschaftliche Debatten über Regulierung und Spielerschutz weiter an Bedeutung gewinnen.

Weitere Änderungen: Entlastung beim Bingo, neue Abgaben geplant

Neben der massiven Erhöhung der Remote Gaming Duty gab es auch gegenläufige Entwicklungen. Die bisherige Bingo Duty wurde zum selben Zeitpunkt vollständig abgeschafft – ein Schritt, der vor allem landbasierte und traditionelle Angebote entlasten soll.

Doch auch hier ist bereits die nächste Anpassung angekündigt: Ab dem 1. April 2027 soll eine neue Remote-Betting-Steuer von 25 % innerhalb der General Betting Duty eingeführt werden. Eine Ausnahme bleibt weiterhin bestehen: Wetten auf britische Pferderennen werden bei 15 % belassen, da sie zusätzlich durch eine separate Abgabe unterstützt werden.

Für euch ergibt sich daraus ein komplexeres Steuergefüge, das je nach Segment unterschiedlich stark belastet.

Wachsende Branche trifft auf steigende Belastung

Besonders bemerkenswert ist der Zeitpunkt dieser Reform. Denn der Online-Glücksspielmarkt im Vereinigten Königreich befindet sich keineswegs im Rückgang – im Gegenteil.

Aktuelle Daten der Gambling Commission zeigen, dass der Bruttospielertrag im dritten Quartal 2024/25 bei 1,54 Milliarden Pfund lag, was einem Wachstum von 21 % im Jahresvergleich entspricht. Auch die Aktivität der Spieler ist gestiegen: Insgesamt wurden 25,9 Milliarden Wetten und Spins registriert – ein Plus von 8 %.

Die Regierung erhöht also gezielt die Steuerlast in einem expandierenden Markt. Für euch bedeutet das: Die Branche bleibt attraktiv, wird aber gleichzeitig deutlich anspruchsvoller zu betreiben.

Unternehmen stehen vor neuen Herausforderungen

Für Anbieter ist die Situation seit April spürbar schwieriger geworden. Höhere Steuern bedeuten geringere Margen, steigenden Kostendruck und eine noch stärkere Abhängigkeit von Effizienz und Skalierung.

Erste Anzeichen dafür sind bereits sichtbar. So meldete etwa der Glücksspielkonzern Entain für 2025 einen Verlust nach Steuern von 681 Millionen Pfund. Zwar wurden diese Zahlen teilweise durch bilanzielle Effekte beeinflusst, dennoch zeigen sie, wie sensibel das Geschäftsmodell auf finanzielle Veränderungen reagiert.

Für euch als Branchenbeobachter ist klar: Kleinere Anbieter könnten es künftig deutlich schwerer haben, während große Player mit internationaler Struktur Vorteile ausspielen können.

Fazit: Ein teurerer, aber weiterhin starker Markt

Mit den Reformen vom April 2026 hat Großbritannien seinen Online-Glücksspielmarkt nicht geschwächt, sondern neu positioniert. Die Branche bleibt groß, reguliert und wachstumsstark – doch sie ist nun deutlich teurer geworden.

Für euch bedeutet das: Die kommenden Monate werden zeigen, wie gut sich Anbieter an die neuen Bedingungen anpassen können. Klar ist bereits jetzt, dass Effizienz, Größe und strategische Planung wichtiger sind denn je.

Die Steuerreform markiert damit einen Wendepunkt – nicht das Ende des Wachstums, sondern den Beginn einer anspruchsvolleren Phase für die gesamte Branche.

Roman hat schon recht früh angefangen, Videospiele zu spielen. Wie früh? Nun, sagen wir mal, als die Nintendo 64 herauskam, und kurz darauf wurden GoldenEye 007 und Perfect Dark jahrelang zu einem Fixpunkt seines Alltags. Im Laufe der Jahre hat sich Romans Leidenschaft für Spiele auf anderen Konsolen und auch auf das Internet ausgeweitet, wo er die faszinierende Welt der Online Slots, Live Casinos, Poker und Wetten entdeckt hat. Seit über 6 Jahren arbeitet er nun schon mit den besten Plattformen und Software Anbietern zusammen und trägt dazu bei, dass die Branche auf verantwortungsvolle und respektvolle Weise weiterwächst. So ist er schlussendlich bei Gameshub gelandet.