Evo vollständig in saudischer Hand: Qiddiya übernimmt Kult-Turnier

Evo gehört nun komplett einem saudischen Megaprojekt – Titelbild

Die Fighting-Game-Community gilt seit jeher als eine der ursprünglichsten und community-getriebensten Szenen im Esport. Umso größer war die Aufmerksamkeit, als das saudische Megaprojekt Qiddiya zunächst Evo-Mitbesitzer RTS übernahm und nun den nächsten Schritt geht: Evo befindet sich vollständig im Besitz von Qiddiya.

Die Organisatoren betonen, dass sich für euch als Fans angeblich nichts ändern soll. „Traditionen, Werte und Identität bleiben erhalten“, heißt es offiziell. Doch innerhalb der Community sorgt die vollständige Übernahme für Diskussionen, Skepsis und teilweise offene Kritik.

Evo bleibt bestehen – zumindest offiziell

In einem Blogbeitrag bestätigten die Verantwortlichen, dass die großen Evo-Events weiterhin wie geplant stattfinden. Dazu gehören:

  • Evo Japan im Mai
  • Das Hauptturnier in den USA im Juni
  • Evo France im Oktober als neuester Standort

Die bestehende Führung soll ebenfalls bleiben. Damit wolle man Stabilität gewährleisten und euch zeigen, dass Evo weiterhin im Sinne der Spielerinnen und Spieler organisiert wird.

Gleichzeitig bedeutet die vollständige Übernahme jedoch eine strategische Einbindung in Qiddiyas größere Gaming-Vision. Das saudische Projekt plant unter anderem einen riesigen Esports-Distrikt mit mehreren Arenen – ein Umfeld, in dem Evo künftig eine zentrale Rolle spielen könnte.

Strategische Expansion trifft Community-Kultur

Für euch als Teil der Fighting-Game-Community stellt sich vor allem eine Frage: Kann ein traditionsreiches, grassroots-getriebenes Event innerhalb eines staatlich unterstützten Megaprojekts seine Identität behalten?

Qiddiya sieht Evo als wichtigen Baustein seiner globalen Gaming-Strategie, ähnlich wie große internationale Turniere oder Events rund um den Esports World Cup.

Kritiker befürchten jedoch, dass wirtschaftliche Prioritäten langfristig stärker werden könnten als Community-Werte. Fighting Games gelten im Vergleich zu Titeln wie League of Legends oder Counter-Strike als weniger lukrativ. Ein Faktor, der Unsicherheit über die langfristige Bedeutung von Evo innerhalb dieser Strategie auslöst.

Community-Reaktionen: Zwischen Skepsis und Akzeptanz

Die Reaktionen fallen gemischt aus. Während einige Fans hoffen, dass zusätzliche Ressourcen zu besseren Events führen, äußern andere deutliche Bedenken.

Auf Plattformen wie Reddit dominieren Kommentare, die euch dazu aufrufen, lokale Turniere weiterhin zu unterstützen. Viele sehen darin das Herzstück der Szene, unabhängig davon, wer große Events besitzt.

Ein häufiger Tenor: Große Investoren können Infrastruktur verbessern, aber die Kultur der Fighting-Game-Community entsteht weiterhin vor Ort, bei Locals, Community-Events und grassroots-Turnieren.

Ein Wendepunkt für Evo. Auch für die FGC?

Mit der vollständigen Übernahme durch Qiddiya beginnt für Evo eine neue Phase. Einerseits eröffnen sich Möglichkeiten für größere Produktionen, globale Reichweite und langfristige Finanzierung. Andererseits wächst die Sorge, dass ein stark kommerzialisiertes Umfeld die ursprüngliche Community-DNA verändern könnte.

Für euch als Fans bleibt Evo vorerst bestehen, doch die Diskussion darüber, wem Fighting-Game-Events gehören sollten und wie viel Einfluss Großinvestoren haben dürfen, dürfte die Szene noch lange begleiten.

Fazit

Evo bleibt eines der wichtigsten Fighting-Game-Turniere der Welt, doch seine vollständige Übernahme durch Qiddiya markiert einen bedeutenden Wandel. Während die Veranstalter Kontinuität versprechen, zeigen die Reaktionen der Community, dass Vertrauen erst aufgebaut werden muss.

Für euch bedeutet das: Evo wird weiterhin stattfinden, aber die Zukunft der Fighting-Game-Szene hängt mehr denn je davon ab, wie gut sich globale Investitionen mit der grassroots-Kultur vereinbaren lassen.

Roman hat schon recht früh angefangen, Videospiele zu spielen. Wie früh? Nun, sagen wir mal, als die Nintendo 64 herauskam, und kurz darauf wurden GoldenEye 007 und Perfect Dark jahrelang zu einem Fixpunkt seines Alltags. Im Laufe der Jahre hat sich Romans Leidenschaft für Spiele auf anderen Konsolen und auch auf das Internet ausgeweitet, wo er die faszinierende Welt der Online Slots, Live Casinos, Poker und Wetten entdeckt hat. Seit über 6 Jahren arbeitet er nun schon mit den besten Plattformen und Software Anbietern zusammen und trägt dazu bei, dass die Branche auf verantwortungsvolle und respektvolle Weise weiterwächst. So ist er schlussendlich bei Gameshub gelandet.