Österreichs Glücksspielreform verzögert sich: Neues Gesetz verpasst Sommer-Deadline 2026

Österreichs Glücksspielreform verzögert sich: Neues Gesetz verpasst Sommer-Deadline 2026

Die lange erwartete Glücksspielreform in Österreich wird voraussichtlich nicht wie geplant im Sommer 2026 umgesetzt. Aussagen des staatsnahen Betreibers Casinos Austria AG (CASAG) deuten darauf hin, dass zentrale strukturelle Änderungen – insbesondere die Schaffung einer unabhängigen Glücksspielbehörde – mehr Zeit benötigen und wichtige Teile der Reform erst Ende 2026 oder später greifen könnten.

Zeitplan verschiebt sich, da neue Regulierungsbehörde aufgebaut werden muss

Die Verzögerung hängt vor allem mit der Komplexität zusammen, eine eigenständige Glücksspielaufsicht zu etablieren, die künftig die Aufgaben des Finanzministeriums übernimmt. CASAG-Sprecher Patrick Minar erklärte, dass der Aufbau einer solchen Institution zwischen sechs und zwölf Monate dauern könnte – länger als ursprünglich geplant.

Damit zeichnet sich ab, dass die Reform schrittweise umgesetzt wird statt durch einen einzigen Gesetzesakt. Zwar bleibt das politische Ziel einer Modernisierung bestehen, doch zunächst muss die institutionelle Grundlage geschaffen werden. In der Praxis könnten daher neue Lizenzregeln – insbesondere im Online-Bereich – früher kommen als die vollständige Arbeitsfähigkeit der neuen Behörde.

Bestehende Lizenzen bestimmen das Tempo der Reform

Das österreichische Glücksspielmodell ist im europäischen Vergleich ungewöhnlich, da es Elemente eines Monopols mit privater operativer Kontrolle kombiniert. CASAG dominiert den stationären Casinobereich, während gleichzeitig staatlicher Einfluss durch Beteiligungsstrukturen erhalten bleibt. Online Casino Angebote hingegen unterliegen einem strikten Monopol über die Österreichischen Lotterien und deren Plattform Win2Day.

Diese Struktur erschwert eine schnelle Umstellung. Wichtige Konzessionen laufen in den kommenden Jahren aus – darunter die Win2Day-Lizenz im Jahr 2027 sowie die landbasierte CASAG-Konzession kurz danach. Eine zeitliche Abstimmung der Reform mit diesen Fristen würde es ermöglichen, den Markt vor der Vergabe neuer langfristiger Rechte neu zu gestalten.

Da CASAG sowohl im Online- als auch im stationären Markt eine zentrale Rolle spielt, haben regulatorische Änderungen weitreichende Auswirkungen. Besonders im Online-Segment werden die größten Anpassungen erwartet, vor allem im Hinblick auf strengere Durchsetzungsmaßnahmen und mögliche Änderungen beim Lizenzmodell.

Durchsetzungsmaßnahmen nehmen konkrete Form an

Trotz des verzögerten Zeitplans gelten die fachlichen Vorarbeiten als weit fortgeschritten. Berichten zufolge besteht bereits grundsätzliche Einigkeit über Maßnahmen zur Bekämpfung illegalen Glücksspiels, darunter IP-Blocking für nicht lizenzierte Websites. Diese Schritte spiegeln die wachsende Sorge über Offshore-Anbieter wider, die österreichische Spieler ohne nationale Lizenz ansprechen.

Gleichzeitig konzentriert sich die politische Debatte auf die künftige Marktstruktur. Entscheidend ist, ob Österreich sein stark kontrolliertes Modell beibehält oder mehr Wettbewerb zulässt – insbesondere online. Beide Optionen bringen Chancen und Risiken in Bezug auf Spielerschutz, Kanalisierung und Steuereinnahmen mit sich.

Beobachter gehen davon aus, dass unabhängig vom finalen Lizenzmodell vor allem Zahlungsblockaden und eine engere Zusammenarbeit mit Finanzinstituten eine zentrale Rolle spielen werden. Diese Instrumente gelten als effektiver als reine Zugangssperren.

Gesetzgebungsfenster wird enger

Der bislang fehlende Gesetzentwurf gewinnt zunehmend an Bedeutung. Rechtsexperten weisen darauf hin, dass für eine Umsetzung im Jahr 2026 ein finaler Entwurf idealerweise bis zum Frühjahr vorliegen müsste. Dies würde genügend Zeit für die notwendige EU-Notifizierung, parlamentarische Beratungen und Anpassungen lassen.

Wird dieses Zeitfenster verpasst, ist eine gestaffelte Umsetzung wahrscheinlich. Institutionelle Reformen – etwa die neue Behörde – könnten zuerst kommen, während Lizenz- und Marktregeln später folgen.

Die kommenden Monate werden daher entscheidend sein. Österreich steht vor der Chance, eines der eigenständigsten Glücksspielsysteme Europas neu auszurichten und stärker an moderne regulatorische Standards anzupassen.

Reform kommt, aber langsamer als geplant

Die Glücksspielreform bleibt politisch gesetzt, doch die Erwartungen verschieben sich von einer schnellen Transformation hin zu einem schrittweisen Prozess. Mit auslaufenden Konzessionen und strukturellen Änderungen im Fokus scheint die Politik stärker auf nachhaltige Lösungen als auf kurzfristige Fristen zu setzen.

Gelingt die Umsetzung, könnte Österreich Aufsicht und Spielerschutz modernisieren sowie Einnahmeverluste an Offshore-Anbieter reduzieren. Gleichzeitig zeigt die Verzögerung, wie komplex die Neugestaltung eines Systems ist, in dem staatliche Interessen, private Betreiber und regulatorische Ziele eng miteinander verbunden sind.

Für Betreiber, Behörden und Spieler bedeutet das vor allem eines: Die Reform kommt – aber langsamer als ursprünglich angekündigt.

Roman hat schon recht früh angefangen, Videospiele zu spielen. Wie früh? Nun, sagen wir mal, als die Nintendo 64 herauskam, und kurz darauf wurden GoldenEye 007 und Perfect Dark jahrelang zu einem Fixpunkt seines Alltags. Im Laufe der Jahre hat sich Romans Leidenschaft für Spiele auf anderen Konsolen und auch auf das Internet ausgeweitet, wo er die faszinierende Welt der Online Slots, Live Casinos, Poker und Wetten entdeckt hat. Seit über 6 Jahren arbeitet er nun schon mit den besten Plattformen und Software Anbietern zusammen und trägt dazu bei, dass die Branche auf verantwortungsvolle und respektvolle Weise weiterwächst. So ist er schlussendlich bei Gameshub gelandet.